Ein Toter und mehrere Verletzte bei Erdbeben auf den Molukken

Indonesien – Ein starkes Erdbeben hat in der Nacht zum Sonntag den Westen der Indonesischen Inselgruppe Molukken erschüttert. Nach Angaben des Indonesischen Erdebendienstes trat es um 0.22 Uhr MEZ auf und erreichte Magnitude 5.4. Das Epizentrum lag im Meer zwischen den Inseln Buru und Ambelau, nur wenige Kilometer vor der Küste. Die Intensität in Teilen von Buru lag bei V, vermutlich höher auf Ambelau. Lokale Medien berichten, dass es auf Ambelau infolge des Bebens zu schweren Schäden kam.
Bisher wurde Kontakt zu zwei Dörfern (Masawoy und Ulima) hergestellt. Dort wurden insgesamt 120 Gebäude beschädigt. Einige stürzten ein. Sieben Personen wurden dabei verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Lokale Behörden untersuchen zur Zeit das Ausmaß der Schäden und überprüfen benachbarte Siedlungen.

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Update 15.28 Uhr
Im Dorf Ulima sind durch das Erdbeben 106 Gebäude beschädigt worden, 64 weitere in Masawoy und 17 in Waelua. Mindestens acht Personen, davon sieben in Ulima, sollen verletzt wurden sein. Einige Medien sprechen von 10 Verletzten.

Erst im Dezember vergangenen Jahres erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6.9 die Nachbarinsel Ambon und löste einen kleinen Tsunami aus. Zu Schäden kam es aufgrund der Entfernung zur Küste dabei nicht

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Update 18. Januar, 08.04 Uhr
Der Katastrophenschutz bestätigte, dass eine Person bei dem Erdbeben ums Leben gekommen ist. Dabei soll es sich um ein Baby handeln. Drei weitere Personen wurden schwer, 19 leicht verletzt. 68 Gebäude auf Ambelau wurden schwer, 171 weitere leicht oder moderat beschädigt. Schäden auf Buru hat es offenbar nicht gegeben.

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Buru

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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