Kap Verde – Bewohner der kleinen Vulkaninsel Brava im Süden des kapverdischen Archipels erlebten am Dienstag (2.) einen Erdbebenschwarm. Binnen weniger Stunden registrierten die Behörden des zu Afrika gehörenden Inselstaates im Atlantik rund 30 kleine Erdbeben im Norden der Insel. Davon waren einige von der lokalen Bevölkerung verspürt worden. Die Situation führte dazu, dass dutzende Menschen ihre Häuser verließen. Informationen über größere Schäden gibt es nicht.

Die Behörden verfolgten die seismische Aktivität mit Sorge. Das Katastrophenschutzministerium teilte mit, man könne nicht ausschließen, dass die Erdbeben durch vulkanische Aktivität ausgelöst wurden. Zur Vorsorge wurde das Dorf Cova de Joana, wo insgesamt 300 Menschen leben, evakuiert, wie der Innenminister am Dienstagabend mitteilte. Bei einer Intensivierung der Erdbebenaktivität müsse man mit einen Vulkanausbruch rechnen. Die Regierung richtete ein Krisenkabinett ein.

Brava ist die kleinste der kapverdischen Inseln und liegt 120 Kilometer westlich der Hauptstadt Praia. Auf ihr leben 9000 Einwohner. Der gleichnamige Vulkan gilt als aktiv, da sich an dessen Hängen mehrere holozäne Schlackenkegel befinden. In historischer Zeit ist jedoch kein Vulkanausbruch bekannt.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 2. August

Magnitude:

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: vulkanisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).

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