Starkes Erdbeben auf Sachalin

Russland – Auf der Insel Sachalin im fernen Osten von Russland hat sich am Sonntag ein starkes Erdbeben ereignet. Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) erreichte es Magnitude 5.9. Russische Behörden geben es mit Magnitude 6.1. an. Das Epizentrum lag demnach an der Westküste im Zentrum der Insel, etwa 50 Kilometer südlich der Kleinstadt Aleksandrovsk-Sakhalinskyi. Der Erdbebenherd lag in geringer Tiefe. Genaue Werte konnten noch nicht ermittelt werden.

Die Erschütterungen waren im Zentrum der Insel, welche sich im Ochotskischen Meer befindet, deutlich, teils stark, spürbar. Insgesamt ist die Region, mit Ausnahme einiger kleiner Siedlungen, sehr dünn besiedelt. An Orten nahe des Epizentrums kann dieses Erdbeben Schäden verursacht haben. Leichte Erschütterungen wurden in der Region Chabarowsk inklusive der gleichnamigen Regionalhauptstadt auf dem Festland wahrgenommen.

Sachalin ist sehr erdbebengefährdet. Die Insel befindet sich an der Grenze der Amur-, bzw. der Eurasischen Platte im Westen und der Ochotsk-Platte im Osten. In den letzten Jahrzehnten kam es zu mehreren schweren Erdbeben, die, abhängig von der Lage des Epizentrums, teils immense Schäden verursachten. Besonders bekannt ist das Beben am 28. Mai 1995. Es erreichte Magnitude 7.1 und zerstörte die damals 3000 Einwohner zählende Siedlung Neftegorsk völlig. Zwei Drittel der Bewohner kam ums Leben, nur wenige blieben unverletzt. Auf einen Wiederaufbau verzichtete man damals. Die Überlebenden wurden umgesiedelt. Es ist eine der schwersten Erdbebenkatastrophen in der Geschichte Russlands.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 13:15 Uhr

Magnitude: 6.1 (GSRC)

Tiefe:

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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