Tote und Verletzte durch Erdbeben in Aserbaidschan

Aserbaidschan / Iran – Ein starkes Erdbeben hat am Montagmorgen (1. August) den Süden von Aserbaidschan getroffen. Nach Angaben des aserbaidschanischen Erdbebendienstes in Baku erreichte das Erdbeben Magnitude 5.6. Das Epizentrum lag 170 Kilometer westlich der Hauptstadt, nahe der Grenze zum Iran. Die Erschütterungen waren rund um das Epizentrum stark spürbar und dauerten stellenweise bis zu 30 Sekunden an. Der Katastrophenschutz berichtet, dass es in mehreren umliegenden Städten zu Schäden kam. Besonders im Rajon Imishli südlich vom Epizentrum waren Orte betroffen. Mindestens zwei Gebäude wurden dort komplett zerstört. Andere erlitten Risse. Eine Untersuchung der Schäden ist zur Zeit im Gange. Bisher gibt es aus Aserbaidschan keine Meldungen über Verletzte.

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Auch der benachbarte Iran war vom Erdbeben betroffen. Die Erschütterungen des Erdbebens waren vor allem in der Grenzprovinz Ardabil zu spüren. In der Großstadt Ardabil hinterließ es nach ersten Angaben des Roten Halbmondes „signifikante Schäden“, vor allem an den ländlichen Gebäuden am Stadtrand. Dort stürzten mehrere Gebäude ein. Auch in der Innenstadt gab es Schäden. Mindestens zwei Personen wurden durch einstürzende Häuser verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Ein Mann starb an den Folgen eines Herzinfarktes. Die Lokalregierung hat Unterstützung vom Militär bei der Versorgung der betroffenen angefordert. Sowohl Strom- als auch Wasserversorgung ist in Teilen der Stadt zusammengebrochen.
Laut iranischem Erdbebendienst erreichte das Erdbeben Magnitude 5.2.

In den benachbarten Ländern Russland, Armenien und Georgien waren die Erschütterungen ebenfalls spürbar, hinterließen aber keine Schäden.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 06:46

Magnitude: 5.6

Tiefe: 22 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja (bestätigt)

Opfer erwartet: ja (bestätigt)

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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