Neuseeland: Dass nach einem großen Erdbeben noch starke Nachbeben folgen können, ist keine Seltenheit. So kam auch das starke Nachbeben im Norden der Region Canterbury am Dienstag für die Experten nicht überraschend. Wohl aber für die Anwohner.
Nach GeoNet Angaben erreichte es Magnitude 5.7. Das Epizentrum lag nahe des kleinen Ortes Scargill. Im Gegensatz zu früheren starken Nachbeben (und dem Großteil der Bruchfläche des Hauptbebens) lag das Epizentrum diesmal südlicher. Dadurch war die Intensität in Scargill ähnlich hoch, wie die des Hauptbebens. Zahlreiche Gebäude dort erlitten Schäden. Bewohner berichten von eingestürzten Schornsteinen und Wänden. Das Erdbeben war so stark, dass Möbel durch die Räume geworfen wurden. Mindestens ein Haus, gebaut aus Kalkstein, wurde wohl irreparabel beschädigt. Auch wurden mehrere neue Erdrutsche ausgelöst, die Straßen blockierten. Meldungen über Verletzte gab es nicht.
Auch in Christchurch war dieses Erdbeben stark spürbar. Schäden gab es dort allerdings nicht.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 22. November, 06:13 Uhr

Magnitude: 5.7

Tiefe: 7 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch (Nachbeben)

Tsunami-Gefahr: nein

[contact-form-7 id="2264" title="Zeugenmeldung"] In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).