Argentinien – Die Provinz San Juan im Nordwesten von Argentinien wurde am Sonntagabend von einem starken Erdbeben getroffen. Nach vorläufigen Angaben des Geoforschungszentrum Potsdam erreichte es Magnitude 6.3. Die Herdtiefe lag dabei in rund 170 Kilometern Tiefe. Das Erdbeben war entsprechend noch in großer entfernung zum Epizentrum spürbar. Unter anderem in der Chilenischen Hauptstadt Santiago, aber auch in benachbarten Regionen von Argentinien. Stellenweise wird die Intensität des Erdbebens als stark beschrieben. San Juan selbst ist größtenteils dünn besiedelt, sodass keine schweren Schäden zu erwarten sind. Aufgrund der Tiefe sind leichte Schäden aber auch in größerer Distanz zum Epizentrum möglich.

Update 21. November:
In San Juan hat es mehrere Fälle von überwiegend leichten Schäden gegeben. Dazu gehören Risse in Häusern und Stromausfälle. In einem Supermarkt stürzten Deckenplatten herab. Zudem brach die Wand eines Hauses, in dem ein älteres Ehepaar lebt, zusammen. Verletzt wurde bisher niemand.
Die Erschütterungen waren noch in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires spürbar.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 21:57

Magnitude: 6.3

Tiefe: 170 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

[contact-form-7 id="2264" title="Zeugenmeldung"] In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).