Polen – Erneut wurde nahe der Stadt Polkwitz (Polkowice) in Niederschlesien ein größeres Erdbeben registriert. Wie das Geoforschungszentrum Potsdam schreibt, erreichte das Beben Magnitude 4.6. Es ereignete sich um 7:47 Uhr rund 80 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Wahrscheinlich waren die Erschütterungen auch in Teilen von Sachsen spürbar.
Am Epizentrum war das Erdbeben stark. Ursache des Bebens ist erneut der intensive Erzbergbau in der Region. Erst Ende November hat es ein gleicher Stelle ein ähnlich starkes Erdbeben gegeben. Es verursachte ein Grubenunglück im Bergwerk Rudna, bei dem acht Bergleute ums Leben kamen.

Update 08:20 Uhr
Lokale Medien berichten, dass es auf einer Strecke im Bergwerk Rudna zu einem Einsturz kam. Demnach sollen aber keine Bergleute zur Zeit des Unglücks in dem Bereich gewesen sein.

Update 08:59 Uhr

Zur Zeit des Bebens haben sich nur wenige Bergleute unter Tage aufgehalten. Die Betreiberfirma hat ein Rettungsteam in den betroffenen Bergwerksabschnitt geschickt.

.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 7:47 Uhr

Magnitude: 4.6

Tiefe: 1 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: möglich

Ursprung: induziert (Bergbau)

Tsunami-Gefahr: nein

[contact-form-7 id="2264" title="Zeugenmeldung"] In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).