Erdbeben in Innsbruck

Österreich – Das Inntal im Bundesland Tirol wurde am Freitagmorgen von einem leichten Erdbeben getroffen. Das Epizentrum lag nach ersten Angaben wenige Kilometer westlich von Innsbruck. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) gibt das Beben zunächst mit Magnitude 3.6 an. Demnach lag der Erdbebenherd in 8 Kilometern Tiefe. In Innsbruck und Umgebung war das Erdbeben deutlich zu spüren. Da das Epizentrum nur 20 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt liegt, könnten die Erschütterungen auch in Teilen Bayerns (Region Mittenwald) zu spüren gewesen sein, wie bereits bei früheren Erdbeben ähnlicher Größe beobachtet wurde. Entsprechende Meldungen haben wir bisher nicht erhalten.

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Da der Erdbebenherd nur in geringer Tiefe war, sind kleinere Schäden (Haarrisse im Putz, etc. in der unmittelbaren Nähe des Epizentrums nicht ausgeschlossen. Größere Auswirkungen sind jedoch nicht zu erwarten. Erdbeben dieser Stärke sind in Tirol nicht selten und kommen durchschnittlich mindestens alle paar Jahre vor.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 09:44 Uhr

Magnitude: 3.6

Tiefe: 8 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: unwahrscheinlich

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Tirol ist eines der erdbebengefährdetsten Bundesländer Österreich. Speziell rund um Innsbruck kommt es immer wieder zu kleinen, teils schwarmartig auftretenden Erdbeben. Nur selten sind diese so stark, dass sie Schäden verursachen. Starke Erdbeben über Magnitude 5.5 mit Gebäudeschäden und Todesopfern traten in den Jahren 1572, 1670 und 1689 auf.
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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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