Österreich – Das Inntal im Bundesland Tirol wurde am Freitagmorgen von einem leichten Erdbeben getroffen. Das Epizentrum lag nach ersten Angaben wenige Kilometer westlich von Innsbruck. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) gibt das Beben zunächst mit Magnitude 3.6 an. Demnach lag der Erdbebenherd in 8 Kilometern Tiefe. In Innsbruck und Umgebung war das Erdbeben deutlich zu spüren. Da das Epizentrum nur 20 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt liegt, könnten die Erschütterungen auch in Teilen Bayerns (Region Mittenwald) zu spüren gewesen sein, wie bereits bei früheren Erdbeben ähnlicher Größe beobachtet wurde. Entsprechende Meldungen haben wir bisher nicht erhalten.

Da der Erdbebenherd nur in geringer Tiefe war, sind kleinere Schäden (Haarrisse im Putz, etc. in der unmittelbaren Nähe des Epizentrums nicht ausgeschlossen. Größere Auswirkungen sind jedoch nicht zu erwarten. Erdbeben dieser Stärke sind in Tirol nicht selten und kommen durchschnittlich mindestens alle paar Jahre vor.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 09:44 Uhr

Magnitude: 3.6

Tiefe: 8 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: unwahrscheinlich

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

[contact-form-7 id="2264" title="Zeugenmeldung"] Tirol ist eines der erdbebengefährdetsten Bundesländer Österreich. Speziell rund um Innsbruck kommt es immer wieder zu kleinen, teils schwarmartig auftretenden Erdbeben. Nur selten sind diese so stark, dass sie Schäden verursachen. Starke Erdbeben über Magnitude 5.5 mit Gebäudeschäden und Todesopfern traten in den Jahren 1572, 1670 und 1689 auf.

Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.