Griechenland / Türkei – Zwischen der griechischen Insel Samos und dem türkischen Festland (Regionen Izmir und Aydin) hat sich am Morgen ein moderates Erdbeben ereignet, nachdem bereits in den letzten Tagen eine erhöhte Aktivität verzeichnet wurde. Es erreichte nach Angaben des Kandilli Instituts Magnitude 4.1. Griechische Behörden geben Magnitude 4.2 an. Ein ähnlich starkes Beben gab es schon am 8. Mai. Das Epizentrum lag rund 60 Kilometer südlich der Millionenstadt Izmir. Dort, sowie auf Samos und anderen umliegenden Küsten waren die Erschütterungen deutlich spürbar. Mit Schäden ist nicht zu rechnen.
Im Westen der Türkei und in der Ägäis kommt es häufig zu Erdbebenschwärmen.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 07:55 Uhr

Magnitude: 4.2

Tiefe: 9 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

[contact-form-7 id="2264" title="Zeugenmeldung"]

Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).

2 Gedanken zu „Erdbeben vor der Küste von Samos“
  1. Hallo, wir sind gerade im Urlaub auf Samos (Region Kokkari). Gestern Früh war das Beben deutlich spürbar (kurz, etwa 30 Sekunden). Danke für die Informationen!

  2. Ich befinde mich seit April auf der Insel Ikaria, westlich von Samos.
    Am Donnerstag mittag war hier folgendes Phänomen zu beobachten:
    Hier hat man ein Rumpeln und Grollen gehört wie von einem entfernten Gewitter oder Explosion.
    Komischerweise hat man nicht gespürt, dass der Boden gezittert, geschwankt oder gewackelt hätte. [Ganz anders als bei einem starken Erdbeben bei Kreta, das ich seinerzeit im Oktober an Kretas Südküste erlebte: Der ganze Felsen samt Taverne schien sich zu bewegen (oder tat es vermutlich), das war damals deutlich sichtbar und fühlbar]
    Allerdings ebenfalls komisch war, dass 1 oder 2 Minuten ZUVOR von/aus Häusern LAUT hohles Rumpeln zu hören war, so als würde da jemand gegen große hohle Behälter wie zB Öl- oder Wassertanks klopfen; diese Geräusche haben auch nur 1 bis 2 Minuten gedauert, dann war der Spuk vorbei.
    In einem Cafe meinten einige Griechen, dass die Türkei in der Nähe bei einem militärischen Manöver (Unterwasser-?)Bomben gezündet hätte – das hätte zwar m.E. besser zu den Geräuschen aus der Ferne gepasst, aber nicht das zuvor aufgetretene Rumpeln erklärt.

Die Kommentare sind geschlossen.