Mehrere Erdbeben im Hunsrück

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Simmern – Das Hessische Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (HLNUG) hat ein leichtes Erdbeben am späten Samstagabend registriert. Das Epizentrum lag im rheinland-pfälzischen Simmern im Hunsrück. Demnach erreichte das Beben Magnitude 1.4. Es war nicht spürbar.

Update 29. Mai:
Nach manueller Überprüfung hat der hessische Erdbebendienst das Beben am Samstag auf Magnitude 1.2 korrigiert.
Ein zweites Erdbeben wurde in der Nacht zu Montag (29.) registriert. Dieses erreichte demnach Magnitude 1.3.

Update:
Nach Auswertungen des Erdbebendienstes Südwest hat es am Wochenende insgesamt sieben kleine Erdbeben südwestlich von Simmern gegeben:

Datum Uhrzeit Epizentrum (alle in Verbandsgemeinde Simmern) Magnitude (Erdbebendienst Südwest)
27.05.2017 12:28 Uhr Ravengiersburg 0.9
27.05.2017 13:07 Uhr Gemünden 0.8
27.05.2017 22:33 Uhr Sargenroth 1.1
28.05.2017 05:18 Uhr Womrath 0.6
28.05.2017 06:53 Uhr Womrath 0.6
28.05.2017 07:00 Uhr Maitzborn 0.7
29.05.2017 02:32 Uhr Ravengiersburg 1.1
15.06.2017 08:38 Uhr Tiefenbach 1.6
.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 27. Mai

Magnitude: bis M1.1

Tiefe:

Spürbar: nein

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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    2 Kommentare

    1. hi Jens

      Wenn ich mir diese Magnituden so angucke und die Abfolge dieser Beben, dann ergibt sich fuer mich daraus die Frage: könnt es sein, dass dort heimlich Fracking-Aktivitäten laufen und die Beben am Ende Fracking-Beben sind?? Weiss man da was ob dort in der Nähe solche Bohrtuerme sind??

      Grueße aus Unterfranken
      Andrea

      1. Hallo Andrea,

        dieser These kann man nicht zu stimmen.
        Zum einen ist es unmöglich, geheime Frac-Maßnahmen durchzuführen. Für solche Projekte benötigt es zahlreiche Genehmigungen von verschiedenen Ämtern. Weiterhin sind jahrelange Voruntersuchungen nötig, damit für den Betreiber eine derartige Investition überhaupt Sinn macht. All das würde ganz sicher nicht unbemerkt über die Bühne gehen, erst recht nicht in einem dicht besiedelten Gebiet. Ganz zu schweigen davon, dass sowas nicht an den Behörden vorbei geschehen könnte.
        Außerdem scheint die Herdtiefe dieser Erdbeben, selbst wenn sie nicht genau bestimmt werden konnte, mit +/- 10 Kilometern weit unterhalb von dem Bereich, wo Bohrungen zur Erdgasförderung stattfinden.
        Klarzustellen ist zudem, dass infolge des Frackings in der Regel keine nennenswerte Seismizität auftritt. Wenige Ausnahmen gibt es zum Beispiel in Kanada, den USA oder England. In Deutschland ist dies noch nicht vorgekommen. Der Großteil der Erdbeben, die im Rahmen der Kohlenwasserstoffexploration und -förderung auftreten, gehen auf das direkte „leerpumpen“ der Lagerstätte (z.B. in Niedersachsen und den Niederlanden) oder das spätere Einpressen von anfallenden „Abwässern“ (u.a. Porenwässer) in die Gesteinsschichten (z.B. Oklahoma) zurück. Diese Vorgänge gehören nicht zum Fracking, auch wenn dies in der allgemeinen Berichterstattung zu dem Thema häufig (fälschlicherweise) alles auf einen Haufen geworfen wird.
        Allgemein kann man für den Hunsrück sagen, dass es dort keine Erdgasförderung gibt. Zudem hat es in den letzten Jahren keine Untersuchung potentieller Fördergebiete gegeben.

        Schöne Grüße
        Jens

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