Erdbebenschwarm im Südwesten Islands

Island – Der Südwesten des Inselstaates wird seit einigen Stunden von einem Erdbebenschwarm erschüttert. Die Aktivität begann gegen 5 Uhr Ortszeit. In einer erste Phase die bis etwa 9 Uhr andauerte wurde maximal Stärke 3 erreicht. Nach rund einer Stunde lebte dann die Aktivität wieder auf und erreichte ihren bisherigen Höhepunkt um 13:55 Uhr Ortszeit mit Stärke 4,0. Insgesamt wurden bisher über 170 Beben registriert. Die Erdbeben finden auf der Reykjanes Halbinsel, einer Region die für ihre tektonischen Erdbebenschwärme bekannt ist, statt. Rund 30 Kilometer nordöstlich befindet sich Islands Hauptstadt Reykjavik. Dort waren die stärksten Erdbeben ebenfalls spürbar.

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Update 27. Juli, 07:34 Uhr
Auch in der Nacht hat der Erdbebenschwarm angedauert, allerdings mit nachlassender Aktivität. Bis zum aktuellen Zeitpunkt haben die isländischen Behörden 340 kleine Erdbeben registriert. Die stärksten davon waren in umliegenden Städten spürbar, haben aber keine Schäden angerichtet.
Behörden haben inzwischen bestätigt, dass des Erdbebenschwarms zum Teil auf Magmenbewegungen (Intrusion) zurückzuführen ist. Eine mögliche Eruption gilt allerdings als sehr unwahrscheinlich, dennoch wird die Situation weiter überwacht.

Auch am Vulkan Katla im Süden von Island hat es in der Nacht einen kleineren Erdbebenschwarm gegeben. Das stärkste Erdbeben in dieser Serie erreichte Magnitude 4.5. Dieser Schwarm geht allerdings nicht auf eine magmatische Intrusion zurück, sondern resultiert aus Eisverschiebungen im Myrdalsjökull-Gletscher.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 9:25 Uhr (7:25 Uhr Ortszeit)

Magnitude: >4.0

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: magmatisch

Tsunami-Gefahr: nein

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    Ein Kommentar

    1. Zur info – falls es so stimmt: Die Medien (und behörden) gehen bei den Erdbeben des Vulkans Katla jetzt doch von magmatische Ursachen aus. Die Warnstufe wurde auf gelb gesetzt. Und die gletscherbewegung ist bedingt durch die Erwärmung (aufsteigendes magma) und in Folge des Abschmelzens.

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