Russland – Die russische Region Kamtschatka und vorgelagerte Inseln wurden in der Nacht von einem schweren Erdbeben getroffen. Nach Angaben des amerikanischen Erdbebendienstes erreichte es Stärke 7.7. Die Erschütterungen waren sowohl auf den dünn besiedelten Kommandeurinseln, nahe denen das Epizentrum lag, als auch auf dem russischen Festland deutlich spürbar. Zunächst wurde eine Tsunami-Warnung für mehrere Pazifikstaaten herausgegeben. Diese wurde zwei Stunden später bereits aufgehoben, nachdem ein Tsunami mit einer höhe von wenigen Zentimetern in Alaska gemessen wurde. Da es sich um ein Strike-Slip Erdbeben handelt, hat kein großes Risiko bestanden. Durch horizontale Verschiebungen werden in der Regel keine nennenswerten Tsunamis ausgelöst. Es folgten mehrere teils starke Nachbeben. Das stärkste erreichte nach GFZ-Angaben um 3:51 Uhr Magnitude 6.1.
Bereits am Mittag hat es ein folgenloses Erdbeben der Stärke 6.3 gegeben.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 1:34 Uhr

Magnitude: 7.7

Tiefe: 11.7km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: möglich

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: Kamtschatka und Alaska

[contact-form-7 id="2264" title="Zeugenmeldung"] In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).