Kleine Erdbeben bei Pjöngjang

Nordkorea – Südlich der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang wurden in den vergangenen Tagen mehrere kleine Erdbeben registriert. Wie der südkoreanische Erdbebendienst in Seoul angibt, lagen die Epizentren nahe der Stadt Songnim in der Region Hwanghae-pukto, rund 30 Kilometer vom Zentrum der Hauptstadt entfernt. Das erste Erdbeben ereignete sich bereits am 7. August und erreichte Magnitude 2.6. Zwei weitere folgten am heutigen Nachmittag (15. August, MESZ) und erreichten ebenfalls Magnitude 2.6 und 2.5. Zur genauen Herdtiefe ist nichts bekannt. Ebenso über die Auswirkungen (Spürbarkeit). Schäden infolge der Erdbeben sind nicht zu erwarten. Es ist davon auszugehen, dass es sich um tektonische Erdbeben handelt und nicht um Auswirkungen militärischer Aktivitäten.

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Die Regionen Hwanghae-pukto und Hwanghae-namdo im Südwesten Nordkoreas bilden die seismisch aktivste Region der Koreanischen Halbinsel, wo häufig kleinere Erdbeben verzeichnet werden. Die Epizentren der aktuellen Erdbeben liegen nahe dem des Bebens von 1952. Mit Magnitude 6.2 war es das stärkste instrumentell nachgewiesene Beben auf der Koreanischen Halbinsel und hat mutmaßlich viele Schäden verursacht.
Auch aus historischen Aufzeichnungen sind zahlreiche große Erdbeben nahe Pjöngjang überliefert, die mehrfach Teile der Stadt zerstört haben.
Zuletzt hat es im Jahr 1998 ein Erdbeben der Stärke 4,4 gegeben.

Infotext: „Erdbeben in Nordkorea: Wie man eine Atombombe erkennt“

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 14:32 Uhr und 17:35 Uhr

Magnitude: bis 2.6

Tiefe: unbekannt

Spürbar: wahrscheinlich

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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