Starkes Erdbeben zwischen Milos und Santorin

Griechenland – Viele griechische Küstenabschnitte wurden am Mittwochabend von einem starken Erdbeben getroffen. Das Epizentrum des Bebens lag nach ersten Angaben der Erdbebenbehörde in Athen vor der Küste der Insel Milos im Südwesten der Ägäis. Demnach erreichte das Erdbeben Magnitude 5.1. Die türkischen Behörden geben zunächst Magnitude 5.2 an.
Neben Milos und Santorin, den nächst gelegenen größeren Inseln, waren auch weite Teile von Kreta vom Beben betroffen. Speziell entlang der Nordküste, unter anderen im Chania und Heraklion, waren die Erschütterungen mit geringer Intensität zu spüren. Da der Erdbebenherd in großer Tiefe lag, aktuell werden 91 Kilometer angegeben, war die Intensität insgesamt relativ gering, sodass keine Schäden zu erwarten sind. Auch Tsunami-Gefahr besteht nicht.
Tiefe Erdbeben sind in der Regel schwächer, aber in einem weiteren Umkreis zu spüren.
Ein Zusammenhang mit den Erdbeben, die in den vergangenen Monaten den Osten der Ägäis erschüttert haben, besteht nicht.

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Update: Nach manueller Korrektur geben die griechischen Behörden das Beben mit M5.0 an.

Zeugenmeldungen
Kavros (Kreta)
Am dem Bett liegend merkt ich eine Schwingung und ein leichtes Grollen. (Intensität II)

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 17:53 Uhr

Magnitude: 5.0

Tiefe: 95 km

Spürbar: Ja

Schäden erwartet: Nein

Opfer erwartet: Nein

Ursprung: Tektonisch

Tsunami-Gefahr: Nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.
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