Erdbebenschwarm auf La Palma

Spanien – Auf der Kanareninsel La Palma kommt es seit dem Wochenende zu einem Erdbebenschwarm. Wie die Spanische Geologiebehörde IGN registrierte, setzte die Erdbebenaktivität am Samstagnachmittag ein. Zunächst kam es im Süden der Insel zu einem Erdbeben der Stärke 2.7, dessen Herd in 28 Kilometern Tiefe lag. Ein zweites mit Magnitude 2.6 folgte in der Nacht zum Sonntag. Es waren die bislang stärksten Erdbeben dort. Ausgehend vom Epizentrum, das sich am Westhang des jüngeren Vulkansystems Cumbre Vieja befindet, hat sich die Erdbebenaktivität bis Montagvormittag überwiegend nach Nordwesten ausgebreitet. Insgesamt konnten 56 weitere kleine Beben registriert werden, davon (am Montagmorgen) 24 über Magnitude 1.5 aber nur ein weiteres über Magnitude 2. Mit überwiegend 20 bis 23 Kilometern Tiefe lagen die Erdbebenherde ein wenig flacher als bei den ersten Ereignissen.

Teneguia-Vulkan (Eruption: 1971); Foto: J. Skapski, Oktober 2017

Aufgrund der recht großen Tiefe konnten selbst die größeren Erdbeben nicht von der Bevölkerung verspürt werden. Es handelt sich um den ersten größeren (registrierten) Erdbebenschwarm auf La Palma seit der Inbetriebnahme des Überwachungsnetzes nach der Teneguia-Eruption Anfang der 70er Jahre. Ob die aktuelle Aktivität auf magmatische Bewegungen zurückzuführen ist, wird vom Vulkanobservatorium zur Zeit analysiert. Eine Gefährdungslage wird zur Zeit ausgeschlossen.

 

La Palma beheimatet den aktivsten Vulkan der Kanarischen Inseln, dessen letzte Eruption sich im Jahr 1971 an der Südspitze der Insel ereignet hat.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 7. Oktober

Magnitude: bis 2.7

Tiefe: ca. 20 bis 30 km

Spürbar: nein

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: magmatisch?

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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