Erdbebenserie bei Morotai

Indonesien – Die Insel Morotai im Norden der Indonesischen Inselgruppe Nord-Molukken wird seit Samstag von einer starken Erdbebenserie erschüttert. Das Hauptbeben lag an der Westküste der dünn besiedelten Insel und erreichte nach Informationen des Indonesischen Erdbebendienstes BMKG Magnitude 5.8. Der Herd der Erdbeben lag in rund 20 Kilometern Tiefe. Auf Morotai waren die Erschütterungen des Hauptbebens stark zu spüren.
Wie der Katastrophenschutz der Region mitteilte, ist es in zwei der fünf Dörfern zu schweren Schäden gekommen. Mehrere dutzend Wohnhäuser sind dabei schwer beschädigt oder zerstört worden. Aufgrund der andauernden Erdbeben haben die meisten Bewohner der Dörfer ihre Häuser verlassen. Als Notunterkünfte wurden Zelte errichtet. Genaue Angaben über das Ausmaß der Zerstörung oder mögliche Verletzte konnten bislang nicht gemacht werden. Aus den anderen drei Dörfern der Insel gibt es aufgrund von Strom- und Telekommunikationsausfällen keine Informationen.
Zur Versorgung der Opfer wurden Trinkwasser und Lebensmittel bereit gestellt.

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Update 20. November
Wie der Katastrophenschutz am Montag mitgeteilt hat, ist infolge des Erdbebens eine Person ums Leben gekommen. Etwa 20 weitere erlitten Verletzungen unterschiedlichen Ausmaßes.
Insgesamt sechs Dörfer auf der Insel Morotai sind durch das Erdbeben schwer betroffen. Etwa 700 Menschen mussten aufgrund der Erdbebenschäden ihre Häuser verlassen. Weitere haben die vergangenen Nächte aus Angst vor Nachbeben freiwillig im Freien verbracht.
Das Beben hat mindestens 161 Gebäude schwer beschädigt oder zerstört, weitere 132 erlitten kleinere Schäden.
Der Katastrophenschutz von Indonesien ist im Einsatz, um Betroffene zu versorgen. Hilfsgüter für hunderte Menschen wurden auf die Insel geliefert, vor allem Lebensmittel, Trinkwasser und Zelte.

Update 22. November
Die Behörden von Morotai dementieren, dass das Erdbeben ein Todesopfer gefordert hat. Demnach sei die von verschiedenen Medien gemeldete verstorbene Person bereits vor dem Erdbeben eines natürlichen Todes gestorben. Allerdings wurden dutzende Menschen durch einstürzende Gebäude verletzt.
Insgesamt sind bei dem Erdbeben am Samstag 165 Gebäude zerstört und 155 weitere beschädigt worden.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 18. November, 17:02 Uhr

Magnitude: 5.8

Tiefe: 20 km

Spürbar: Ja

Schäden erwartet: Ja

Opfer erwartet: Möglich

Ursprung: Tektonisch

Tsunami-Gefahr: Nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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