Neues Beben verschärft Schäden in El Galpon

Argentinien – Es war das folgenschwerste Erdbeben in Argentinien seit fünf Jahren, als ein M5.8 die Kleinstadt El Galpon in der Provinz Salta im Oktober 2015 getroffen hat. Eine Person wurde dabei getötet, dutzende Gebäude in der Stadt erlitten teils schwere Schäden.
Ein neues Erdbeben in der Nacht zu Samstag (11. November 2017) hat Erinnerungen an das Unglück geweckt und zu neuen Schäden geführt. Wie der argentinische Erdbebendienst angibt, erreichte das neue Beben Magnitude 5,0. Wie beim Erdbeben vor zwei Jahren lag das Epizentrum nur wenige Kilometer von El Galpon entfernt. Zahlreiche Bewohner wurden durch die Erschütterungen in Panik versetzt und rannten aus ihren Häusern. Nach Tageseinbruch führten Behörden eine detaillierte Untersuchung der Gebäude durch. Das Ergebnis: Vor allem in den Häusern, die 2015 Schäden erlitten haben, hat sich die Situation verschäft. Einige der Gebäude, die bislang als reparabel deklariert waren, sind nun einsturzgefährdet und müssen abgerissen werden. Darunter auch das Wohnhaus der Frau, die 2015 beim Erdbeben ums Leben gekommen ist.
Größere Schäden an bislang nicht betroffenen Gebäuden gibt es nicht. Verletzt wurde niemand.

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Ursache der Erdbeben in Argentinien sind lokale Störungszonen, die auf der Ostseite der Anden verlaufen. Da viele von ihnen nahe Großstädten liegen, kann es dort auch immer wieder zu katastrophalen Folgen kommen. Im Jahr 1944 starben 8000 Menschen bei einem schweren Erdbeben in der Provinz San Juan. Salta wurde zuletzt am 27. Februar 2010 von einem starken Erdbeben getroffen. Dieses erreichte Magnitude 6.3 und hatte den Tod von zwei Menschen zur Folge. Das Epizentrum lag damals nahe der Provinzhauptstadt.
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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 11. November, 05:20 Uhr

Magnitude: 5,0

Tiefe:

Spürbar: Ja

Schäden erwartet: Ja

Opfer erwartet: Nein

Ursprung: Tektonisch

Tsunami-Gefahr: Nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.
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