Starkes Erdbeben erschüttert Aserbaidschan

Aserbaidschan – Weite Teile von Aserbaidschan und umliegender Gebiete sind am Mittwochabend von einem starken Erdbeben getroffen wurde. Das Beben erreichte nach ersten Angaben Magnitude 5.3. Der Aserbaidschanische Erdbebendienst in Baku gibt zunächst Lokalmagnitude 5.7 an. Eine Herdtiefe von rund 20 Kilometern konnte ermittelt werden. Das Epizentrum des Bebens lag im Rayon Agdam, etwa 230 Kilometer westlich der Hauptstadt Baku. Neben Aserbaidschan waren vor allem auch Armenien und Georgien vom Erdbeben betroffen, wo die Erschütterungen in den jeweiligen Hauptstädten Jerewan und Tiflis deutlich zu spüren waren.

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Im der Epizentralregion nahe des Dorfes Quzanlı waren die Erschütterungen stark zu spüren. seismology.az registrierte eine Intensität von VI. Das Beben soll bis zu 40 Sekunden angedauert haben. Wie Augenzeugen berichten kam es dadurch in Quzanlı zu einigen Schäden. Mehrere Häuser erlitten größere Risse, teilweise stürzten Dachelemente herab. Zudem soll ein Transformator explodiert sein, wodurch es zu einem Stromausfall gekommen ist. Meldungen über Verletzte dort gibt es bislang noch nicht.
Ähnliche Auswirkungen hatte das Erdbeben nahe der Iranischen Grenzstadt Parsabad in der Provinz Ardabil. Dort sind mehrere Gebäude beschädigt worden. Der Iranische Rote Halbmond hat Notfallmaßnahmen eingeleitet und Bewertungsteams in die betroffenen Dörfer entsandt.
Auch die Aserbaidschanischen Behörden werden die Schäden weiter aus. Mit detaillierteren Informationen ist Donnerstagmorgen zu rechnen.

Update 16. November, 07:37 Uhr
Eine erste Auswertung der Aserbaidschanischen Katastrophenschutzes hat ergeben, dass in den Dörfern nahe des Epizentrums mindestens 131 Gebäude beschädigt worden sind. Darunter ein Schulgebäude. Drei Wohnhäuser im Dorf Gapanli sind komplett zerstört. Die Bewohner dieser und weiterer Häuser wurden in Notunterkünfte gebracht. Mindestens eine Person erlitt beim Erdbeben schwere Verletzungen, als Teile des Daches auf seine Hüfte gefallen ist. Der 42-jährige aus Tartar wurde ins Krankenhaus gebracht.
Der Iranische Rote Halbmond hat am Morgen bekannt gegeben, dass durch das Erdbeben in den Dörfern rund um Parsabad sechs Menschen leicht verletzt wurden. Zum Ausmaß der Schäden wurden keine genauen Angaben gemacht. Man habe es aber nicht mit einer kritischen Situation zu tun.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 20:48 Uhr

Magnitude: 5,3

Tiefe: 20 km

Spürbar: Ja

Schäden erwartet: Ja

Opfer erwartet: Nein

Ursprung: Tektonisch

Tsunami-Gefahr: Nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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