Erdbebenschwarm bei Murcia

Spanien – Seit einigen Tagen werden nahe der Spanischen Stadt Murcia im Südosten des Landes vermehrt kleine Erdbeben registriert. Nach Angaben der Spanischen Geologiebehörde (IGN) hat der Erdbebenschwarm am 5. Januar begonnen. Zunächst wurden nur kleine Beben um Magnitude 2 registriert. Am heutigen Dienstag folgte mittags das bislang stärkste Beben mit Magnitude 3.4. Das Epizentrum des Bebens lag rund 25 Kilometer westlich von Murcia. Im Stadtgebiet waren die Erschütterungen mit geringer Intensität zu spüren.
Insgesamt 27 Erdbeben wurden seit Beginn des Schwarms westlich von Murcia registriert. Die meisten der Epizentren werden entlang einer ungefähr Nord-Süd-verlaufenden Störungszone lokalisiert. Dabei liegen die Erdbebenherde bis zu fünf Kilometer auseinander. Einzelne Beben ereigneten sich auch abseits dieser Störungszone. So zum Beispiel ein Beben der Stärke 2.7 am Montagmorgen, dessen Epizentrum nur 16 Kilometer westlich von Murcia lokalisiert wurde.

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Nur wenige der bisher aufgezeichneten Erdbeben konnten verspürt werden. Zum Einen da die Herdtiefe zwischen acht und zwölf Kilometern liegt und somit nicht sehr nah an der Oberfläche. Zum Anderen weil die Epizentren in einem dünn besiedelten, landwirtschaftlich geprägten Gebiet liegen.
Schäden infolge des Bebens am Dienstag wurden bisher nicht bekannt und sind bei der geringen Magnitude auch nicht zu erwarten.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 14:21 Uhr

Magnitude: 3.4

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 25 und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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