Erdbebenschwarm erschüttert New South Wales

Australien – An der Ostküste von Australien kommt es seit rund einer Woche immer wieder zu kleinen bis moderaten Erdbeben. Der Geologische Dienst Australien registrierte seit vergangenem Freitag (19.) rund 40 kleine Erdbeben rund um den Küstenort Coffs Harbour. Einige der Erdbeben wurden von den Anwohnern umliegender Orte verspürt. Das bisher stärkste Erdbeben des Schwarmes hat sich am Mittwoch ereignet und hatte sein Epizentrum unmittelbar vor der Küste von Coffs Harbour. Durch die Erschütterungen kam es zu kleineren Schäden. Mehrere Anwohner berichten von Rissen in ihren Häusern und herabgestürzten Gegenständen.

Werbung

Von den 40 Erdbeben ereignete sich der Großteil auf dem Festland. Das westlichste Beben hatte sein Epizentrum nahe des Dorfes Comara, das sich rund 80 Kilometer südwestlich von Coffs Harbour befindet. Die fünf größeren Erdbeben über Magnitude drei werden in einem Radius von etwa 50 Kilometern entlang der Küste lokalisiert. Die meisten Epizentren lagen nahe der Stadt Macksville.

Infolge der vermehrten Erdbeben sind viele Anwohner beunruhigt und fürchten, dass größere Beben folgen könnten. Australische Behörden haben diese Möglichkeit nicht ausgeschlossen und die Menschen aufgefordert, im Falle eines großen Erdbebens unter stabilen Tischen Schutz zu suchen und nicht in Panik zu verfallen.

Werbung

Zur Zeit geht die Geologiebehörde nicht davon aus, dass der Erdbebenschwarm besondere Ursachen hat. Es handelt sich demnach um Erdbeben entlang einer tektonischen Störung. Das schwarmartige Auftreten solcher Beben ist in Australien relativ selten.

In Australien kommt es immer wieder zu spürbaren Erdbeben. Dabei ist die Erdbebenaktivität in allen Landesteilen in etwa gleich hoch. Eines der stärksten Erdbeben in der Geschichte des Landes traf 1989 die Stadt Newcastle im Süden von New South Wales mit Magnitude 5.6. Dabei sind mindestens 12 Menschen ums Leben gekommen.

Werbung

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 19. Januar

Magnitude: bis M4.2

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Wenn Ihnen unsere Webseite gefällt, können Sie diese Arbeit mit einer Spende unterstützen. Weitere Infos dazu.

In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Haben Sie ein Erdbeben gespürt? Falls ja, teilen Sie uns dies bitte über das unten stehende Kontaktformular mit. Bitte geben Sie auch Zeitpunkt (Datum, Uhrzeit), sowie wenn möglich Intensität und mögliche Auswirkungen des Erdbebens (Schäden, etc.) an. Um doppelte Veröffentlichungen zu vermeiden, schicken Sie für jedes Erdbeben bitte maximal eine Meldung ab. Vielen Dank.
Ihre Persönlichen Daten werden nicht veröffentlicht.
Siehe auch: Warum sammeln wir Zeugenmeldungen? und: Wann werden Zeugenmeldungen veröffentlicht??

Ihr Name / Nickname*

Ort / Stadt, wo Sie das Erdbeben gespürt haben*

Ihre E-Mailadresse

Adresse, wo sie das Erdbeben verspürt haben

Intensität, EMS 98 geschätzt*

Beschreiben Sie Ihre Wahrnehmungen so ausführlich wie Sie möchten*

Sonstiges

Hinweis: Mit * markierte Felder müssen ausgefüllt werden

The following two tabs change content below.
Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)

Werbung

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte Anmelden um zu kommentieren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei