Erdbebenserie am Bardarbunga

Island – Zahlreiche teils größere Erdbeben haben am Dienstagabend die Region um den isländischen Vulkan Bardarbunga im Süden des Landes erschüttert. Zunächst begann die Serie am frühen Abend mit mehreren Erdbeben im Bereich von Magnitude 3. Das stärkste erreichte dabei nach Angaben der Isländischen Meterologiebehörde Magnitude 3.8. Später folgte mit Magnitude 4.9, so die korrigierte Angabe, das stärkste Erdbeben am Vulkan seit 2015. Die Hypozentren aller Beben werden in rund einem Kilometer Tiefe unterhalb des Gletschers Vatnajökull registriert.
Seit der Eruption 2014, bei der sich nördlich des Gletschers eine Eruptionsspalte geöffnet hat, kommt es innerhalb der Vulkancaldera immer wieder zu starker Erdbebenaktivität, die mit dem Absenken der Caldera und damit einhergehender Spannungsänderungen im umliegenden Gestein assoziiert ist. Seit dem Ende der Eruption ist die Aktivität rückläufig, doch kam es auch in den vergangenen Monaten noch vereinzelt zu Beben um Magnitude 4.

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Da sich der Vulkan in einer sehr abgelegenen Region des Landes befindet, die nahezu unbesiedelt ist, geht von diesen Erdbeben keine Gefahr für Menschen aus. Mit erneut auflebender Vulkanaktivität stehen diese Erdbeben nicht in Verbindung.

FAQ: Wie entstehen Erdbeben? Wann sind Erdbeben gefährlich? Wie kann ich mich schützen? Was sind Störungen, was sind Platten? Wichtige Begriffe erklärt

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 20:24 Uhr

Magnitude: 4.9

Tiefe: 1 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: vulkanotektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten

Quellen zu Erdbebenschäden sind in der jeweiligen "Earthquake Impact Database" aufgeführt.