Starkes Erdbeben erschüttert Montenegro

Montenegro – Weite Teile der westlichen Balkan-Halbinsel wurden am Vormittag von einem starken Erdbeben getroffen. Das Epizentrum lag nach ersten Angaben auf dem Staatsgebiet von Montenegro in der Grenzregion zum Kosovo und zu Albanien. Wie lokale Erdbebendienste zunächst angeben, erreichte das Erdbeben Magnitude 5.1 bis 5.4. Das Geoforschungszentrum Potsdam gibt es mit Magnitude 5.1 an. Die Erschütterungen waren grenzübergreifend zu spüren. Auch Teile von Mazedonien und Serbien waren betroffen, unter anderen die mazedonische Hauptstadt Skopje. Zunächst wird angegeben, dass der Erdbebenherd in geringer Tiefe gelegen hat. Entsprechend muss in der Nähe des Epizentrums (ca. 15 km) mit größeren Schäden gerechnet werden. Nach ersten Lokalisierungen lag das Epizentrum in einem relativ dicht besiedelten Tal in der Region Plav. Lockere Sedimente, die sich in dem Tal abgelagert haben, könnten die Auswirkungen dort verschlimmern.

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Update 12:39 Uhr
Aus der Region Plav werden erste Schäden gemeldet. Bilder von Rissen in Wänden und beschädigten Dächern werden über soziale Netzwerke geteilt. In einem Fall soll sich ein Schornstein verschoben haben. Medien berichten, dass im Nachbardorf Gusinje Gebäude teilweise eingestürzt sein sollen. Meldungen über Verletzte gibt es bislang noch nicht.

Mit Magnitude 5.1 und einer Tiefe von 14 Kilometern hat der Erdbebendienst von Montenegro die zu erwartende Maximalintensität des Bebens auf VII geschätzt. Dies kann dazu führen, dass ältere Gebäude stark beschädigt werden. Neuere Gebäude mit stabiler Bauweise sind aber meist nur geringfügig betroffen.

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Update 15:41 Uhr
Nach Medienberichten sollen mindestens 70 Gebäude bei dem Erdbeben beschädigt worden sein. Vier  Familien (zwölf Personen) mussten aufgrund der Schäden ihre Häuser verlassen.

Zeugenmeldungen
Peja (Kosovo)
Ca. 5 Sekunden starkes schwanken der Möbel und des ganzen Gebäudes im 2.Stockwerk welches dann langsam weniger wurde, ich selber komme aus Koblenz am Rand der Vulkaneifel und kenne kleinere und kürzere Erdbeben, aber dieses Beben war stärker und länger als man es von Deutschland her kennt (Intensität V)

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 11:46 Uhr

Magnitude: 5.1

Tiefe: 14 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: unwahrscheinlich

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.
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