Starkes Erdbeben im Norden Japans

Japan – Im Norden von Japan hat sich am Mittwoch ein starkes Erdbeben ereignet. Betroffen war vor allem die Präfektur Hokkaido auf der gleichnamigen Insel und der Norden von Honshu. Nach ersten Angaben der Japanischen Meteorologiebehörde JMA erreichte das Erdbeben Magnitude 6.2. Das Epizentrum des Erdbebens lag demnach südöstlich vor der Küste von Hokkaido nahe der Präfektur Aomori. Die Herdtiefe wird zunächst mit rund 30 Kilometern angegeben. Auswertungen des japanischen HI-Net geben die Magnitude mit Mw6.3 an und lokalisieren den Erdbebenherd in 48 Kilometern Tiefe.
Im äußersten Südosten von Hokkaido und in Teilen von Aomori registrierte die JMA die höchsten Intensitäten (4). Größere Schäden sind dabei nicht zu erwarten. Eine Tsunami-Warnung wurde aufgrund der geringen Magnitude nicht herausgegeben.

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Erste Auswertungen des Herdmechanismus ergeben, dass das Beben direkt an der Plattengrenze (Subduktionszone) seinen Ursprung hatte. Es ist das erste Erdbeben über Magnitude 6 auf den japanischen Hauptinseln seit über einem Jahr.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 11:51 Uhr

Magnitude: 6.3

Tiefe: 48 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: unwahrscheinlich

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Die Intensität von Erdbeben in Japan wird mit der Shindo-Skala beschrieben und basiert auf der gemessenen Bodenbeschleunigung. Die Skala reicht von 1 bis 7 mit Untergliederung in „Upper“ (+) und „Lower“ (-) der Werte 5 und 6. In der Regel kann ab einem Wert von 5- mit ersten kleineren Schäden an Gebäuden gerechnet werden. Größere Schäden treten ab 6- auf. Der höchste Wert 7 auf der Skala beschreibt meist schwere Zerstörungen und wurde in den vergangenen Jahren nur drei Mal erreicht: Beim Tohoku-Erdbeben (M9.1) 2011, beim Kumamoto-Erdbeben (M7.3) 2016 und beim Hokkaido-Erdbeben 2018.

Titelbild oben: JMA
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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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