Papua-Neuguinea: Nachbeben fordern weitere Opfer

Papua-Neuguinea – Rund eine Woche nach der Erdbebenkatastrophe im Zentrum der Insel Neuguinea hält starke Nachbebenaktivität weiter an. Das United States Geological Survey (USGS) registrierte mit Magnitude 5.8 und 6.0 zwei starke Nachbeben in der am stärksten betroffenen Region. Wie beim Hauptbeben (M7.5) vergangenen Sonntag lag das Epizentrum beider Beben in der Region South Highlands. Die Erschütterungen waren allerdings auch in umliegenden Gebieten zu spüren.
Nach ersten Meldungen aus dem Katastrophengebiet sollen die Nachbeben zu neuen Erdrutschen geführt haben. Ein Erdrutsch habe dabei ein kleines Dorf verschüttet. Mindestens 11 Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein.

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Unterdessen dauern die Rettungsarbeiten nach dem Hauptbeben an. Mehr als 150.000 Menschen in der Region sind auf Hilfe angewiesen, viele von ihnen leiden unter Nahrungsmittel- und Trinkwasserknappheit. Von den insgesamt rund 500 Verletzten konnten mangels Infrastruktur nur wenige ärztlich behandelt werden. Erst Tage später wurden die Schwerverletzten in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Noch immer gibt es abgelegene Dörfer, die außer von lokalen Polizeibehörden noch keine offiziellen Hilfen erhalten haben. Entsprechend gibt es weiter noch keine genauen offiziellen Opferzahlen. Zur Zeit sprechen Behörden von bis zu 75 Todesopfern, das Rote Kreuz gibt mindestens 80 an. Lokale Rettungskräfte fürchten, dass insgesamt weit mehr als 100 Menschen bei dem Hauptbeben allein ums Leben gekommen sind. Hinzu kommen weitere Opfer infolge der Nachbeben und aufgrund der Spätfolgen wie Hunger, Dehydration und Krankheiten.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 4. März, 20:56 Uhr

Magnitude: 6.0

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: ja

Ursprung: tektonisch (Nachbeben)

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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