Erdbeben beschädigt Gebäude in Venezuela

Venezuela – Ein moderates Erdbeben hat am Dienstag den Venezuelanischen Bundesstaat Merida im Westen des Landes getroffen. Nach Angaben des Nationalen Erdbebendienstes FUNSIVIS erreichte es Magnitude 4.7. Das United States Geological Survey (USGS) gibt das Erdbeben mit Magnitude 4.9 an. Das Epizentrum des Erdbebens lag demnach nahe der Stadt Tovar an der Grenze zum Nachbarbundesstaat Tachira, etwa 550 Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Caracas.
Nach ersten Medienberichten kam es in Tovar zu Gebäudeschäden. Gemeldet wird, dass ein Haus im Stadtteil El Corozo eingestürzt sei. Zudem kam es zu strukturellen Schäden in einem Krankenhaus der Stadt. Gebietsweise kam es zu Stromausfällen. Meldungen über Verletzte gibt es bislang nicht.
Das Erdbeben war auch in umliegenden Städten des Landes zu spüren, unter anderem in Merida und San Cristobal.

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Das Erdbeben geht auf die Bocono-Störungszone zurück. Dabei handelt es sich um eine dextrale Blattverschiebung, die von Kolumbien durch den Westen von Venezuela bis zum Karibischen Meer verläuft. Sie bildet die Grenze zwischen der kleinen Nord-Anden-Platte im Nordwesten und der Südamerikanischen Platte im Südosten.
Das letzte schwere Erdbeben an der Bocono-Störung ereignete sich im Jahr 1950 an einem nördlichen Segment nahe Barquisimeto. Bei dem Erdbeben sind 50 Menschen ums Leben gekommen. Es erreichte Magnitude 6.5. Beben über Magnitude 7 traten in den Jahren 1894 und 1610 auf.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 11:41 Uhr

Magnitude: 4.7

Tiefe: 5 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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