Erdbeben erschüttert Marken

Italien – Ein moderates Erdbeben hat in der Nacht zum Dienstag die mittelitalienische Region Marken und angrenzende Gebiete erschüttert. Das Epizentrum des Bebens lag im Südwesten von Marken nahe des Ortes Muccia in der Provinz Macerata. Nach Angaben des Italienischen Erdbebendienstes INGvV erreichte es Magnitude 4.6. Die Erschütterungen waren in weiten Teilen von Marken, aber auch in Teilen von Latium und den Abruzzen zu spüren, unter anderem auch in der Landeshauptstadt Rom.

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Muccia befindet sich am Nordrand des Gebietes, das in den Jahren 2016 und 2017 von der starken Erdbebenserie betroffen war. Seit einigen Wochen kommt es an dieser Stelle vermehrt zu kleinen Beben. Zuvor wurden bereits Beben über Magnitude 4 aufgezeichnet, die bisher aber nicht zu Schäden geführt haben. Das heutige Erdbeben ist das bislang stärkste der neuen Sequenz.

An mehreren Orten kam es durch die Erschütterungen zu Gebäudeschäden. Lokale Behörden sind noch mit der Prüfung der betroffenen Gebäude zugange. Nach ersten Informationen sollen unter anderem in Muccia mehrere Gebäude, die bereits 2016 Schäden erlitten haben, teilweise eingestürzt sein. Auch in Pieve Torina gibt es deutliche Gebäudeschäden.  Bis auf weiteres wurden die Schulen in der Region geschlossen.
Meldungen über Verletzte oder Todesopfer gibt es bislang nicht.

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Zahlreiche Nachbeben sind seit dem Erdbeben um 05:11 Uhr MESZ aufgetreten. Das INGV registrierte mindestens 17 über Magnitude zwei, wovon die meisten in den am meisten betroffenen Orten zu spüren waren.

Ein weiteres Beben traf am Morgen auch die Stadt L’Aquila, rund 90 Kilometer südlich von Muccia. Das Beben dort erreichte Magnitude 3.5 und hatte sein Epizentrum am Südrand der Stadt. Im Stadtgebiet waren die Erschütterungen deutlich zu spüren, Schäden sind bei dieser Magnitude allerdings nicht zu erwarten.

Ein direkter Zusammenhang zwischen beiden Erdbeben besteht nicht. Die seit einigen Wochen andauernden Erdbebensequenz in Muccia ist eine Folge der starken Erdbeben der vergangenen Jahre. Während die übrigen Nachbeben in dem Gebiet seit dem letzten großen Erdbeben im Januar 2017 kontinuierlich abgenommen haben, setzte die Muccia-Sequenz im März 2018 ein und nahm bislang phasenweise an Intensität zu. Das Gebiet umfasst das nördliche Ende der Bruchzone von M6.5 Erdbeben am 30. Oktober 2016.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 05:11 Uhr

Magnitude: 4.6

Tiefe: 9 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.
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Claudius
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Claudius

Gehört das Erdbeben noch zu der Sequenz die am 24. August 2016 startete und ist nun eine Fortsetzung nach Norden zu befürchten?

Eigentlich sollte ja das Gebiet um den Lago di Campotosto gefährdet sein. Da würde dann das Erdbeben von Ocre dazu passen.