Erdbeben erschüttert Südspanien

Spanien – Im äußersten Süden von Spanien und in Gibraltar war am Donnerstagmittag ein moderates Erdbeben zu spüren. Nach Angaben der Spanischen Geologiebehörde IGN lag das Epizentrum des Bebens in der Provinz Malaga (Andalusien), etwa 40 Kilometer nördlich von Gibraltar. Demnach erreichte es Magnitude 4,5. Die Herdtiefe wird zunächst mit 12 Kilometern angegeben. Entlang der Küsten von Malaga, unter anderem auch in Marbella, war das Erdbeben schwach zu spüren. Auch aus Teilen von Sevilla melden Zeugen beim IGN schwache Erschütterungen.
Aufgrund der geringen Herdtiefe kann in der unmittelbaren Nähe zum Epizentrum mit kleineren Schäden gerechnet werden. Die Region ist relativ dünn besiedelt und befindet sich im gebirgigen Hinterland. Es befinden sich dort keine größeren Städte. Das dem Epizentrum am nächsten gelegene Dorf ist El Colmenar.

Update 20:30 Uhr
Bis zum Abend wurden keine größeren Schäden infolge des Bebens gemeldet. An einigen Gebäuden sollen jedoch Schäden an Dächern aufgetreten sein, wie spanische Medien berichten. Viele Menschen haben nach dem Erdbeben kurzzeitig ihre Häuser verlassen.

Zeugenmeldungen
Gaucin
Knall groll, sehr laut, hüpfende Beine beim sitzen im Stuhl. Klirrende Gläser und Geschirr. Bilder blieben hängen. Alle Menschen sind sofort raus auf die Strasse.
Sehr schnell vorbei. Dieser Bericht von meiner Mutter die dort lebt. (Intensität IV)

Algatocin
Stehend.1 kräftiger Stoss unter den Füssen als wäre ein LKW ins Haus gefahren. Dann raus auf den Dorfplatz. Alle Menschen kamen aufgeregt aus ihren Häusern. (Intensität IV)

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 13:13 Uhr

Magnitude: 4,5

Tiefe: 12 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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