Nachbeben im Iran fordert dutzende Verletzte

Iran – In der Iranischen Provinz Kermanschah an der Grenze zum Irak hat sich am Ostersonntag ein starkes Nachbeben ereignet. Mit Magnitude 5.3, so die Angaben der Iranischen Seismologiebehörde, war es das stärkste Nachbeben seit mehreren Monaten. Das Epizentrum lag demnach nur wenige Kilometer westlich der Stadt Sarpol-e Zahab.
Die Erschütterungen waren in einer weiten Umgebung zu spüren, unter anderem auch in der Irakischen Hauptstadt Bagdad. An zahlreichen Orten brach Panik aus und Menschen rannten auf die Straßen. Nach ersten Meldungen des Katastrophenschutzes wurden rund um Sarpol-e Zahab mindestens 38 Menschen durch das Erdbeben verletzt und in Krankenhäuser eingeliefert. Viele von ihren stürzten und verletzten sich bei der Flucht aus den Häusern.
Mehrere Gebäude wurden infolge der Erschütterungen beschädigt. Es bildeten sich Risse in den Wänden einiger Wohnhäuser. Teilweise stürzten Mauern ein. Meldungen über komplett zerstörte Gebäude gibt es bislang nicht. In den Bergen kam es zu kleineren Erdrutschen. Aus den angrenzenden Regionen des Iraks werden zum jetzigen Zeitpunkt keine Verluste gemeldet.

Am 12. November 2017 hat ein Erdbeben der Stärke 7.3 die Grenzregion von Iran und Irak getroffen und zahlreiche Orte komplett zerstört. Mehr als 600 Menschen sind in beiden Ländern ums Leben gekommen, über 800.000 wurden obdachlos. Viele der Betroffenen von damals leben noch immer in Notunterkünften.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 10:35 Uhr

Magnitude: 5.3

Tiefe: 8 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: unwahrscheinlich

Ursprung: tektonisch (Nachbeben)

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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