Starkes Erdbeben im Norden Japans

Japan – Vor der Küste der Japanischen Insel Hokkaido im äußersten Norden des Archipels hat sich am Freitagabend ein starkes Erdbeben ereignet. Nach Angaben des NIED erreichte dieses Magnitude 5.4. Das Epizentrum lag an der Nordostspitze von Hokkaido, etwa 300 Kilometer östlich von Sapporo. Die Japanische Meteorologiebehörde (JMA) gibt das Beben ebenfalls mit Magnitude 5.4 an. Demnach wurde in der Nähe des Epizentrums Intensität 5- registriert. Dabei kann es zu kleineren Schäden kommen.
Das Schüttergebiet umfasste nur den Osten von Hokkaido sowie einige russische Inseln im Norden. Die Hauptinsel Honshu mit der Hauptstadt Tokyo war nicht betroffen.
Tsunami-Gefahr besteht aufgrund der geringen Magmitude nicht.
Das Erdbeben geht nach ersten Auswertungen auf eine Abschiebung innerhalb der subduzierten Pazifischen Platte zurück.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 21:00 Uhr

Magnitude: 5.4

Tiefe: 62 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: unwahrscheinlich

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Die Intensität von Erdbeben in Japan wird mit der Shindo-Skala beschrieben und basiert auf der gemessenen Bodenbeschleunigung. Die Skala reicht von 1 bis 7 mit Untergliederung in „Upper“ (+) und „Lower“ (-) der Werte 5 und 6. In der Regel kann ab einem Wert von 5- mit ersten kleineren Schäden an Gebäuden gerechnet werden. Größere Schäden treten ab 6- auf. Der höchste Wert 7 auf der Skala beschreibt meist schwere Zerstörungen und wurde in den vergangenen Jahren nur drei Mal erreicht: Beim Tohoku-Erdbeben (M9.1) 2011, beim Kumamoto-Erdbeben (M7.3) 2016 und beim Hokkaido-Erdbeben 2018.
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Jens ist 25 und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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