Verletzte bei Erdbeben am Atatürk-Stausee

Türkei – Am Atatürk-Stausee im Süden der Türkei hat sich in der Nacht zum Dienstag ein starkes Erdbeben ereignet. Wie das Kandilli-Observatorium in Istanbul angibt, erreichte das Erdbeben Magnitude 5.3. Demnach lag das Zentrum des Bebens unterhalb des Stausees an der Grenze der Regionen Adiyaman und Sanliurfa in einer Tiefe von rund 13 Kilometern.
Besonders an den nördlichen Ufern des Sees waren die Erschütterungen stark zu spüren und haben zu teils größeren Schäden geführt. Betroffen ist nach Angaben türkischer Medien das Dorf Samsat, etwa 6 Kilometer vom Epizentrum entfernt. Mindestens zwei Häuser sind durch das Erdbeben eingestürzt, zahlreiche weitere wurden beschädigt. Einige Schäden gab es ebenso im Dorf Kirmacik. Eine genaue Auswertung der Schäden ist noch im Gange.
Mindestens 13 Menschen wurden bei dem Erdbeben leicht verletzt. Durch den Einsturz einer Scheune kamen zudem rund 200 Schafe ums Leben.

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Bereits im März 2017 hat ein starkes Erdbeben, damals Magnitude 5.5., die Region getroffen und zahlreiche Gebäude zerstört. Noch heute sind viele Betroffene von damals in Notunterkünften untergebracht.

Der Atatürk-Staudamm wurde in den 80ern und 90ern am Euphrat errichtet und dient zur Stromerzeugung und Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen. Größere Stauseen wie dieser können Einfluss auf die seismische Aktivität der jeweiligen Region nehmen.

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Update 11:13 Uhr
Die Zahl der Verletzten ist nach offiziellen Angaben auf 39 gestiegen. Darunter sollen sich keine Schwerverletzten befinden. Die meisten Verletzungen kamen bei der Flucht aus den Häusern zustande.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 24. April, 02:34 Uhr

Magnitude: 5.3

Tiefe: 13 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch?

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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