Über 100 Verletzte bei Erdbeben im Iran

Iran – Bei einem starken Erdbeben im Westen des Iran sind am Mittwoch dutzende Menschen verletzt worden. Das Beben ereignete sich in der Grenzregion der Provinzen Isfahan und Kohgiluye und Boyer Ahmad nahe der Stadt Yasudsch. Es erreichte nach Angaben des Iranischen Erdbebendienstes Magnitude 5.2. Der Erdbebenherd lag in acht Kilometern Tiefe. In Dörfern und Städten rund um das Epizentrum waren die Erschütterungen teilweise stark zu spüren.Vielerorts brach vor allem in den öffentlichen Gebäuden Panik aus und Menschen flüchteten ins Freie. Auch im 400 km entfernten Kuwait war das Beben noch zu spüren.
Mehrere Gebäude in den ländlicheren Dörfern am Epizentrum sind durch das Erdbeben beschädigt oder zerstört worden.  Unter den beschädigten Gebäuden ist neben einer Moschee auch ein Krankenhaus, in dem bis zu 287 Patienten versorgt werden können.
Es kam zudem zu Stromausfällen und Störungen des Telekommunikationsnetzwerkes. Im bergigen Hinterland führten kleinere Steinschläge zu Schäden an Straßen.
Die Auswertung der Erdbebenschäden durch den Iranischen Roten Halbmond ist zur Zeit im Gange. Nach ersten Meldungen am Mittwochmorgen wurden infolge des Erdbebens mindestens 51 Menschen verletzt, die meisten von ihnen während der Flucht aus den Häusern. 30 von ihnen werden stationär in Krankenhäusern behandelt. Es soll auch Schwerverletzte geben.

Update 16:33 Uhr
Die Zahl der Verletzten ist nach offiziellen Angaben auf 105 gestiegen. Viele der Verletzten werden noch in Krankenhäusern behandelt. Infolge des Bebens sind zur Zeit noch tausende Haushalte ohne Wasserversorgung.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 06:08 Uhr

Magnitude: 5.2

Tiefe: 8 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: möglich

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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