Wieder viele Verletzte bei Erdbeben in Yasudsch

Iran – Erneut hat ein moderates Erdbeben die Iranische Stadt Yasudsch in der Provinz Kohgiluye und Boyer Ahmad getroffen. Nach Angaben des Iranischen Erdbebendienstes erreichte das Beben Magnitude 4.8. Bereits am vergangenen Mittwoch hat ein Erdbeben der Stärke 5.2 die Stadt erschüttert. Beide Beben hatten ihr Epizentrum nordwestlich der Stadt.
Durch das neue Beben brach in weiten Teilen der Region erneut Panik aus. Vorläufige Meldungen der Behörden sprechen von bis zu 130 Verletzten infolge des Erdbebens, wovon elf stationär in Krankenhäusern behandelt werden müssen. Zudem soll es erneut Gebäudeschäden gegeben haben. Die Auswertung der Schäden ist noch im Gange. Für die Betroffenen und für Menschen, die Angst vor weiteren Erdbeben haben, wurden Notunterkünfte bereit gestellt. Viele haben die vergangene Nacht im Freien verbracht.

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Durch das Erdbeben am Mittwoch wurden rund 7000 Gebäude beschädigt. Der finanzielle Schaden wurde auf rund 12 Millionen US-$ geschätzt. 139 Menschen erlitten infolge von Panik und durch herabstürzende Trümmer Verletzungen.

Neben den beiden Hauptbeben registrierten die Iranische Behörden nur vier weitere kleine Erdbeben, deren stärkstes Magnitude 3.3 erreichte und vergangene Nacht aufgetreten ist.

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Zeugenmeldungen
Sisakht
Aus dem Schlaf geschreckt, ca. 0:30 Uhr Ortszeit. Starkes Vibrieren des gesamten Gebäudes für mehrere Sekunden. Aufenthalt im 2. Stock. Bin dann raus, wo ein Gast des Nachbargebäudes sowie der Manager im Hof standen und sich unterhielten. Die Familie aus dem Nachbargebäude verbrachte den Rest der Nacht im Auto, ich bin nach ca. einer Stunde wieder ins Bett. Gegen 3:00 Uhr gab es nochmal eine kürzere leichte Erschütterung. (Intensität IV)

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 6. Mai, 21:57 Uhr

Magnitude: 4,8

Tiefe: 5 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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