35 Tage ohne M6: Vanuatu beendet Erdbeben-Hiatus

Vanuatu – Um nur wenige Stunden wurde die Ruhephase von 1982 überboten. Für insgesamt 34 Tage und 20 Stunden blieb es zwischen dem 18. Mai und dem 21. Juni ruhig auf der Welt, zumindest wenn man Beben über Magnitude 6 betrachtet. Solche Beben, die durchschnittlich etwa alle drei Tage irgendwo auf der Welt auftreten, blieben damit so lange aus, wie seit 1978 nicht mehr. Damals waren es ganze 939 Stunden.
Diese ungewöhnliche Ruhephase wurde mit einem Erdbeben im Inselstaat Vanuatu beendet, das sich nahe der Hauptstadt Port Vila ereignet hat. Nach vorläufigen Angaben des Geoforschungzentrums Potsdam erreichte es Magnitude 6.2. Das Epizentrum lag an der Küste der Region Shefa, zu der auch Port Vila gehört. Erste Auswertungen lassen auf eine relativ geringe Herdtiefe schließen. Entsprechend waren die Erschütterungen in Port Vila und Umgebung stark zu spüren. Auf der Homepage des EMSC berichten Zeugen von Intensität V bis VI in der erdbebenerprobten Stadt. Dabei könnten kleinere Schäden aufgetreten sein. Entsprechende Meldungen liegen zur Zeit noch nicht vor. Allerdings berichten Betroffene über Twitter von kleineren Stromausfällen im Stadtgebiet.

Zeugenmeldungen
Port Vila
Keine Schaden ausser Im supermarkt wo alles auf dem. Boden liegt (Intensität IV)

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 23:13 Uhr

Magnitude: 6,2

Tiefe: 20 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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