Moderates Erdbeben in Oklahoma

USA – Teile des Mittleren Westens der USA sind am Samstag von einem moderaten Erdbeben erschüttert worden. Das Epizentrum des Bebens lag im Norden des Bundesstaates Oklahoma nahe der Grenze zu Kansas. Nach vorläufigen Angaben des Geoforschungszentrums Potsdam erreichte das Beben Magnitude 4.7. Das United States Geological Survey (USGS) gibt Magnitude 4.5 an.
Wie Zeugen auf der Webseite des EMSC melden, waren die Erschütterungen in weiten Teilen von Oklahoma und Kansas deutlich zu spüren, ebenso vereinzelt in Missouri und Arkansas.
Es ist eines der stärksten Erdbeben in Oklahoma im laufenden Kalenderjahr. Infolge der Erschütterungen sind kleinere Schäden in der nahe gelegenen Kleinstadt Wakita möglich. Größere Auswirkungen sind jedoch nicht zu erwarten.

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FAQ: Wie entstehen Erdbeben? Wann sind Erdbeben gefährlich? Wie kann ich mich schützen? Was sind Störungen, was sind Platten? Wichtige Begriffe erklärt

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 15:59 Uhr

Magnitude: 4,7

Tiefe: 5 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: induziert (Verpressen)

Tsunami-Gefahr: nein

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Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten

Quellen zu Erdbebenschäden sind in der jeweiligen "Earthquake Impact Database" aufgeführt.

Die seit einigen Jahren vermehrt auftretenden Erdbeben in Oklahoma und Kansas sind folge der Injektion von Flüssigkeiten, die unter anderem bei der Erdgas- und Erdölförderung gebraucht werden, in Gesteinsschichten. Aufgrund der Erdbeben und der resultierenden Schäden wurden zuletzt, speziell im Norden von Oklahoma, vermehrt solche Injektionsbrunnen stillgelegt. Das stärkste Erdbeben im Jahr 2016 in Oklahoma erreichte Magnitude 5.8 und verursachte teils schwere Gebäudeschäden. Eine Person wurde verletzt. Das Jahr 2015 war mit über 850 Erdbeben über Stärke 3 in Oklahoma das erdbebenreichste in der Geschichte des Staates. Es wurden mehr Erdbeben registriert als im gleichen Zeitraum in allen anderen kontinentalen US-Bundesstaaten und Hawaii zusammen (ca. 700). Auch im Jahr 2016 blieb die Aktivität hoch. Immer mehr Experten gehen davon aus, dass die weiter zunehmende Erdbebenaktivität früher oder später zu weiteren schweren Erdbeben führen kann. .