Starkes Erdbeben in Südgriechenland

Griechenland – Vor der Küste der Peloponnes-Halbinsel im Süden von Griechenland hat sich am Montagmorgen ein starkes Erdbeben ereignet. Nach Angaben des Geophysikalischen Observatoriums in Athen lag das Epizentrum des Bebens südwestlich der Halbinsel, rund 75 Kilometer von Kalamata entfernt. Demnach erreichte das Beben Magnitude 5.4. Das United States Geological Survey (USGS) gibt Magnitude 5.5 an.
die Erschütterungen waren auf dem gesamten Peloponnes deutlich zu spüren. Auch umliegende Inseln, darunter Zakynthos, sowie die Hafenstadt Patras und auch der Großraum Athen waren vom Beben betroffen. In diesen Orten waren die Erschütterungen nur schwach zu spüren.
Größere Schäden infolge des Erdbebens sind nicht zu erwarten, da das Epizentrum weit vor der Küste lag. Tsunami-Gefahr besteht bei der geringen Magnitude ebenfalls nicht.
Mehrere kleinere Nachbeben wurden bereits aufgezeichnet, das stärkste erreichte Magnitude 3.4.

Vor der Küste des Peloponnes befindet sich das Nordende der Hellenischen Subduktionszone, die den Hellenischen Bogen, u.a. mit den Inseln Kreta und Rhodos formt und bis vor die Küste Zyperns verläuft.

Zeugenmeldungen
Zakynthos
Beim Liegen im Bett wackelte es und die hängende Lampe schaukelte. (Intensität II)

Finikounda
Heute früh ca. 08:15 unser Wohnwagen wackelte zweimal ziemlich stark ca. 3, 4, Sekunden lang. Im Abstand von vielleicht 5 Sekunden. Dachten zuerst an Wind wegen der Geräusche, aber da war kein Wind (Intensität V)

Finikounda
25.6., saß auf Toilette im ersten stock welche stark vibrierte bzw leichte Schwankungen. Partnerin ist durch Erschütterung aufgewacht. Leichteres Nachbeben wenige Minuten später (Intensität IV)

Zakynthos
Heute,kurz nach 8 Uhr morgens hat unser Bett eindeutig gewackelt. (Intensität IV)

Koroni
8:05 morgens
Das Bett hat etwa 2 Minuten lang gezittert. Es waren regelmässige Bewegungen. (Intensität II)

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 07:14 Uhr

Magnitude: ML 5.4

Tiefe:

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen. Erdbeben im Süden von Griechenland gehen in der Regel auf die Subduktionszone zurück, an der sich die Afrikanische unter die Ägäische Platte schiebt. Vor allem von Kreta bis Rhodos kommt es immer wieder zu teils starken Erdbeben. In den letzten 2000 Jahren haben mehrfach schwere Erdbeben bis Magnitude 8 die Region erschüttert und verheerende Tsunamis ausgelöst, die noch in Ägypten Städte zerstörten. Das größte und bekannteste dieser "Megathrust-Erdbeben" ereignete sich im Jahr 365 vor der Westküste von Kreta und erreichte Magnitude 8.5. Dabei wurden Teile der Insel um bis zu 8 Meter angehoben. Der ausgelöste Tsunami wurde im gesamten Mittelmeer registriert. Der Subduktion entgegenwirkend kommt es entlang des Inselbogens zur starken Anhebung der Erdkruste, wodurch die meisten der Inseln geformt wurden. Dadurch dehnt sich die Kruste, weshalb das gesamte Gebiet von aktiven Abschiebungen durchzogen ist, die ebenfalls ein Erdbebenrisiko darstellen.
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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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