Erdbebenschwarm erschüttert Nebraska

USA – Bereits seit einigen Monaten werden im Custer County im US-Bundesstaat Nebraska vermehrt kleine Erdbeben aufgezeichnet, die teilweise von der Bevölkerung verspürt werden. So kam es im April zu mehreren Erdbeben mit etwa Magnitude 3. Das stärkste während dieser Sequenz erreichte Magnitude 3.7.
Am 30. Juni hat dieser Erdbebenschwarm an Intensität zugenommen. Zunächst wurde dabei vom USGS ein Beben mit Magnitude 4.2 registriert. Das Epizentrum lag erneut im Custer County im Zentrum Nebraskas. Rund um das Epizentrum waren schwache Erschütterungen infolge des Bebens zu spüren. Die Herdtiefe von rund 13 Kilometern hat dabei die Intensität des Bebens abgeschwächt.
Zwei weitere Beben am Morgen des 1. Juli mit Magnitude 2.7 und 3.7 folgten, bevor um 10:41 Uhr MESZ ein weiteres größeres Beben aufgetreten ist. Nach vorläufigen Angaben des USGS erreichte dieses  Magnitude 4.1.

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In der Geschichte von Nebraska hat es selten stärkere Erdbeben als Magnitude 4 gegeben. Dabei zeichnen sich keine typischen Erdbebenregionen im Bundesstaat ab. Die Epizentren liegen relativ verteilt, überwiegend in der Nordhälfte.
Die Herdtiefe der aktuellen Erdbeben lässt darauf schließen, dass es sich um Beben tektonischen Ursprungs handelt. Entsprechend besteht kein Zusammenhang mit der Kohlenwasserstoffförderung (oder Fracking), die im Custer County nur an wenigen Orten stattfindet.

Weitere Erdbeben in den kommenden Wochen sind wahrscheinlich. Angesichts der Erdbebengeschichte von Nebraska ist nicht zu erwarten, dass es zu stärkeren Beben kommt. Bisherige Beben hatten überwiegend leichte, vereinzelt moderate Intensitäten. Entsprechend ist auch nicht mit größeren Schäden zu rechnen.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 30. Juni

Magnitude: bis 4.2

Tiefe: 13 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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