Erdbeben in Schlesien verursacht Gebäudeschäden

Polen – Ein durch Bergbau induziertes Erdbeben hat am Samstagmittag in der Polnischen Region Schlesien zu einigen Gebäudeschäden geführt. Das Epizentrum des Bebens lag im Süden von Polen nahe der Stadt Kattowitz. Nach vorläufigen, automatischen Auswertungen des Geoforschungszentrum Potsdam erreichte das Erdbeben Magnitude 3.7. Polnische Behörden sprechen inzwischen von Magnitude 3.5. Die Herdtiefe des Bebens wird im Bereich der Bergwerkssohle zwischen 1 und 2 Kilometern lokalisiert.
In weiten Teilen von Schlesien wurden die Erschütterungen verspürt, unter anderem auch in Kattowitz. Stärker betroffen vom Beben war die Stadt Bytom, die sich direkt am Epizentrum befindet. Dort sind, wie polnische Medien berichten, die Schornsteine mehrerer Gebäude infolge des Bebens eingestürzt. Über mögliche Verletzte oder weitere Gebäudeschäden gibt es zunächst keine Meldungen.
Auf den Betrieb des Bergwerks hatte das Erdbeben keinen Einfluss.
Bereits am Mittwoch hat ein etwas schwächeres Erdbeben die Region getroffen. Da das Epizentrum dabei näher am aktiven Abbaugebiet gelegen hat, wurden 14 Bergleute aus dem Bergwerk evakuiert. Schäden an Gebäuden durch dieses Beben wurden nicht bekannt.

Update 21:00 Uhr
Die Bergbaubehörde hat am Abend mitgeteilt, dass bisher 17 Meldungen über Gebäudeschäden aus der Bevölkerung eingegangen sind. Diese Fälle werden nun überprüft und die Schäden ggf. finanziell entschädigt.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 13:53 Uhr

Magnitude: 3.5

Tiefe: 1 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: induziert (Bergbau)

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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