Vechta – Zum vierten Mal binnen neun Tagen hat sich in Niedersachsen ein kleines Erdbeben ereignet. Diesmal lag das Epizentrum in Vechta. Das Seismische Messsystem (seis-info) des BVEG registrierte das Erdbeben am Mittwochabend um 23:34 Uhr mit Magnitude 1.7. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) gibt Magnitude 1.6 an. Das Epizentrum des Bebens lag demnach in Langförden, einem nördlichen Stadtteil von Vechta, etwa 12 Kilometer östlich von Cloppenburg.
Meldungen über Spürbarkeit haben wir nicht erhalten. Die vom BVEG gemessenen Schwinggeschwindigkeiten liegen auch nicht im spürbaren Bereich.

Dieses Erdbeben geht auf die Erdgasförderung zurück. Zuvor hatte es bereits am 6. August in Bassum (M1.5) und am 1. August in Siedenburg (M2.1) induzierte Erdbeben gegeben. Ein seltenes tektonisches Erdbeben (M2.0) in Ahlden wurde am 2. August registriert. Keines dieser Erdbeben war spürbar.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 8. August, 23:34 Uhr

Magnitude: 1.7

Tiefe: 5 km

Spürbar: unwahrscheinlich

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: induziert (Erdgasförderung)

Tsunami-Gefahr: nein

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Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).