Leichtes Erdbeben auf Ischia

Italien – Knapp ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben (M3.6) auf der Italienischen Insel Ischia am Golf von Neapel hat sich am Mittwoch ein neues leichtes Erdbeben ereignet. Es war das stärkste seit dem Ereignis im vergangenen Jahr, bei dem zwei Menschen ums Leben gekommen sind.
Nach Angaben des Vesuv-Observatoriums erreichte das Beben Magnitude (MD) 2.5. Das Epizentrum lag die im vergangenen Jahr im Ort Casamicciola Terme am Nordhang der Insel. Die Herdtiefe lag bei zwei Kilometern. In Casamicciola Terme waren die Erschütterungen deutlich zu spüren. Viele Menschen haben in Panik ihre Häuser verlassen, wie lokale Medien berichten. Zu Schäden sei es nach ersten Angaben nicht gekommen, doch sind die Untersuchungen der Behörden noch nicht abgeschlossen. In anderen Teilen der Insel war das Beben nicht zu spüren.

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Durch die vulkanische Aktivität in der Region (Golf von Neapel) kommt es auf Ischia zu relativ starken Bewegungen in der oberen Erdkruste, die sich in Form von Erdbeben entladen. Änderungen im Grundwasserspiegel tragen zu der seismischen Aktivität bei, weshalb Erdbeben vor allem im Sommer und Spätsommer auftreten. Aufgrund der geringen Herdtiefe, des vulkanischen Untergrunds und der Hangneigung sind diese auch bei geringer Magnitude überdurchschnittlich stark zu spüren. Für das Erdbeben im vergangenen Jahr haben Felduntersuchungen Intensität VIII bis IX ermittelt.

Auch am Vulkan Vesuv bei Neapel hat am Morgen leicht die Erde gebebt. Dieses Ereignis am Südhang erreichte Magnitude 1.9.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 10:02 Uhr

Magnitude: 2.5

Tiefe: 2 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: unwahrscheinlich

Opfer erwartet: nein

Ursprung: vulkanotektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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