Schäden nach Erdbeben in Westbengalen

Indien – Mehrere Indische Bundesstaaten im Osten des Landes spürten am Dienstagabend die Auswirkungen eines Bebens im Osten des Landes. Nach Angaben de Indischen Meteorologiebehörde erreichte das Erdbeben Magnitude 5.0. Die fehlenden Aufzeichnungen anderer Erdbebendienste deuten allerdings darauf hin, dass dieser Wert stark überschätzt ist.
Das Epizentrum lag im Zentrum des Bundesstaates Westbengalen, etwa 80 Kilometer nordwestlich der Millionenstadt Kalkutta. Zur Herdtiefe gibt es keine gesicherten Angaben. Das Schüttergebiet umfasste neben Kalkutta auch Teile der Nachbarstaaten Odisha und Jharkhand.
Aus der Epizentralregion gibt es Meldungen über einige Gebäudeschäden. Mindestens ein zwei-geschossiges Wohnhaus in der Stadt Egra sei teilweise eingestürzt. Die Bewohner haben das Gebäude verlassen. Zudem bildeten sich in mehreren Häusern umliegender Dörfer Risse. Meldungen über Verletzte oder Todesopfer gibt es nicht.

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Aufgrund der Auswirkungen des Bebens mit einem Schütterradius von bis zu 160 Kilometern schätzten wir das Erdbeben auf maximal Magnitude 4.5. Stärkere Erdbeben wären von internationalen Erdbebendiensten (Geofon, USGS, EMSC) oder zumindest anderen regionalen Diensten aus Thailand, China oder Myanmar detektiert worden, weshalb die Auswertung der Indischen Behörde nicht realistisch ist. Aufgrund des früheren Nuklearprogramms Indiens gibt es im Land nur sehr wenige Stationen mit seismologischen Aufzeichnungen, weshalb gerade in den südlichen und zentralen Bundesstaaten kleine Erdbeben häufig nicht erfasst werden. Zudem könnte in diesem Fall die zeitliche Nähe (wenige Minuten) zu den Erdbeben in Aserbaidschan (M5.1) und Fidschi (M5.7) die Detektion an entfernteren Stationen erschwert haben.
Allein im Jahr 2018 sind schon zwei Erdbeben in den Bundesstaaten Tamil Nadu und Jharkhand aufgetreten, bei denen mangels Daten keine Magnitude ermittelt werden konnte, die aber Gebäudeschäden verursacht haben. Beim Erdbeben in Jharkhand Anfang April, das auf Bergbauaktivitäten zurückzuführen war, wurde zudem eine Person verletzt.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 28. August, 15:03 Uhr

Magnitude: ca. M4.5

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung:

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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