Erdbeben erschüttert Dominikanische Republik

Dominikanische Republik – Im Norden der Karibikinsel Hispaniola hat sich am Sonntag ein moderates Erdbeben ereignet. Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) lag das Epizentrum im Nordwesten der Dominikanischen Republik in der Region Monte Cristi, etwa 200 Kilometer von der Hauptstadt Santo Domingo entfernt. In weiten Teilen des Landes, besonders entlang der Nordküste, waren die Erschütterungen deutlich spürbar. Zunächst gibt es noch keine Meldungen über mögliche Schäden oder Verletzungen. Aufgrund der relativ geringen Herdtiefe von nur 14 Kilometern sind rund um das Epizentrum Gebäudeschäden wahrscheinlich. Tsunami-Gefahr besteht nicht. Bislang wurden keine Nachbeben registriert. Es gab aber mehrere kleine Vorbeben.
Auch im benachbarten Haiti war das Beben teilweise deutlich zu spüren. Hier ist aufgrund der Distanz zum Epizentrum nicht mit Schäden zu rechnen.

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Die Insel Hispaniola durchziehen von Ost nach West zahlreiche große Störungszonen, an denen es immer wieder zu teils starken Erdbeben kommt. Zudem befindet sich im Nordosten eine Subduktionszone, wo in der Vergangenheit bei starken Erdbeben Tsunamis entstanden sind. Zuletzt kam es im Jahr 1946 zu einem solchen Beben mit Magnitude 8.1. Der folgende Tsunami zerstörte Dörfer und tötete über 1500 Menschen.

Update 24. September
Das Erdbeben führte zu leichten strukturellen Schäden an mindestens 11 Gebäuden, darunter ein Krankenhaus sowie zehn Schulgebäuden. Zudem sind mehrere Privathäuser von Schäden betroffen. Die genaue Anzahl wurde nicht bekannt. Verletzt wurde bei dem Erdbeben niemand. Die Behörden der Dominikanischen Republik zeichneten insgesamt vier deutlich spürbare Beben am Sonntag auf. Neben dem Hauptbeben, registriert mit M5.1, waren dies zwei Vorbeben, das stärkste mit M4.3 und ein Nachbeben mit M4.1.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 23. September, 07:45 Uhr

Magnitude: 5.2

Tiefe: 14 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.
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