Kräftiges Erdbeben in Niederschlesien

Polen – In den Bergbaugebieten Niederschlesiens ist am Samstagabend ein relativ starkes Erdbeben aufgetreten. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Polkowice, wo der intensive Bergbau immer wieder zu größeren Beben führt. Nach vorläufigen Angaben der Webseite ALomax erreichte das Erdbeben Magnitude 4.6. Es ist damit eines der stärksten Beben der letzten Monate. Die Erschütterungen waren rund um Polkowice und Lubin (Lüben) sehr deutlich bis stark zu spüren, ebenso in Glogau. Nach zwei Minuten folgte ein zweites schwächeres, aber ebenfalls deutlich spürbares Erdbeben. Der Osten von Sachsen und Brandenburg waren nach bisherigen Informationen nicht betroffen. Vereinzelt könnte das Beben dort ebenfalls verspürt worden sein.
Zur Zeit gibt es noch keine Meldungen über mögliche Schäden oder Störungen im Betrieb der Bergwerke. Frühere Beben in der Region haben häufig zu Unfällen und teils Grubenunglücken geführt.

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Update 19:02 Uhr
Das Geoforschungszentrum Potsdam gibt das Erdbeben nun ebenfalls mit Magnitude 4.6 an.

Update 19:28 Uhr
Das Bergbauunternehmen hat inzwischen mitgeteilt, dass die beiden Erdbeben durch geplante Sprengungen im Bergwerk ausgelöst wurden. Entsprechend kam es offenbar zu keinen Grubenunglück, da sich im Bereich der Sprengungen keine Arbeiter aufgehalten haben.

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wird fortgesetzt, sobald weitere Informationen vorliegen

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 18:35 Uhr

Magnitude: 4.6

Tiefe: 1 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: unwahrscheinlich

Ursprung: induziert (Bergbau)

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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