Starke Erdbebenserie erschüttert Xinjiang

China – Eine Sequenz mehrerer teils starker Erdbeben hat am Dienstag die chinesische Provinz Xinjiang im Nordwesten des Landes erschüttert. Der chinesische Erdbebendienst registrierte innerhalb von sechs Stunden insgesamt 10 Erdbeben. Das erste erreichte demnach Magnitude 4.7 und ereignete sich um 05:51 Uhr Ortszeit. Nur eine Minute später folgte das zweite, bisher stärkste mit Magnitude 5.5. Als Reaktion auf dieses Erdbeben kam es kurzzeitig zu Sperrungen von Eisenbahnlinien. Der Katastrophenschutz untersucht zur Zeit mögliche Schäden im Umland des Epizentrums. Detaillierte Meldungen wurden noch nicht bekannt. Es soll aber zu Schäden an mehreren Gebäuden gekommen sein.

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Ein weiteres größeres Beben mit Magnitude 4.6 folgte um 10:51 Uhr Ortszeit. Die übrigen Erdbeben erreichten Magnitude 3.0 bis 3.8.

Die Epizentren liegen entlang einer ca. 10 Kilometer langen Bruchzone im Westen des Tarimbeckens, etwa 80 Kilometer östlich der Großstadt Kaxgar. Zwischen 1997 und 2003 hat eine Serie von zwölf starken Erdbeben, alle etwa Magnitude sechs, die Region getroffen. Mehr als 300 Menschen sind infolge dieser Erdbeben ums Leben gekommen. Weit über 100.000 Gebäude wurden zerstört.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 3. September, 23:52 Uhr

Magnitude: 5.5

Tiefe: 8 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 25 und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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