Starkes Erdbeben erschüttert Südosten des Iran

Iran – In der iranischen Provinz Sistan und Belutschistan hat am Freitagvormittag ein starkes Erdbeben zu Gebäudeschäden geführt. Nach Angaben der Seismologiebehörde der Universität Teheran erreichte das Beben Magnitude 5.6. Das Epizentrum des Bebens lag südöstlich der Stadt Bam innerhalb des als inaktiv geltenden Shasavaran-Vulkanfeldes. Das Hypozentrum des Bebens lag in rund 10 Kilometern Tiefe.
Mehrere Evaluierungsteams wurden nach dem Beben in die sehr dünn besiedelte Region entsandt, um mögliche Schäden zu beurteilen. Nach ersten Meldungen kam es in mehreren Dörfern zu Stromausfällen und Unterbrechungen der Telefonleitung. Mindestens drei Gebäude in einem der Dörfer, in dem rund 250 Menschen leben, erlitten kleinere Schäden. Die Auswertungen dauern an. Informationen über mögliche Verletzte liegen bislang nicht vor.

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Die Universität Teheran registrierte mehrere Nachbeben, das stärkste bisher mit Magnitude 4.3. Grund für die Erdbebenaktivität ist eine lokale Störungszone. Zusammenhang mit vulkanischer Aktivität besteht nicht.
Es ist bereits das 27. Schadensbeben in diesem Jahr im Iran.

Update 17:44 Uhr
Mindestens zwei Menschen wurden bei dem Erdbeben getötet, zwei weitere erlitten Verletzungen, wie lokale Medien unter Berufung auf Rettungskräfte berichten. Unter den getöteten Personen sei eine junge Frau, die von einem Steinschlag getroffen wurde.
In insgesamt 10 Dörfern konnten die Evaluierungsteams bis zum Abend Schäden identifizieren. Teilweise seien bis zu 60 Prozent der Gebäude dort zerstört worden.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 7. September, 08:23 Uhr

Magnitude: 5.6

Tiefe: 10 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.
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