Schwere Erdbebenserie vor Vancouver Island

Kanada – Eine Serie aus mindestens drei schweren und zahlreichen kleineren Erdbeben hat sich am Montagmorgen vor der Küste der kanadischen Pazifikinsel Vancouver Island ereignet. Innerhalb der kleinen Juan de Fuca Platte in einer Entfernung von über 150 Kilometern zur Küste traten die Beben auf. Nach Auswertungen des United States Geological Survey (USGS) erreichten die großen Magnitude 6.6, 6.8 und 6.5. Nachbeben mit Magnitude 4.5 und 4.9 sowie viele kleinere folgten.
Alle Erdbeben ereigneten sich entlang der Sovanco Fracture Zone, eine rechtslaterale Störungszone, die das nördliche Segment der Juan de Fuca Platte, die sogenannte Explorer Platte, von der Pazifischen Platte abgrenzt. Da es sich um eine horizontale Verschiebung handelte, bestand zu keinem Zeitpunkt Tsunami-Gefahr.
Die Erschütterungen selbst waren aufgrund der großen Distanz zur Küste und der sehr niedrigen Bevölkerungsdichte auf Vancouver Island nur vereinzelt schwach zu spüren. Entsprechend sind keine Schäden infolge der Erdbeben zu erwarten.

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Die drei Hauptbeben ereigneten sich kurz nacheinander innerhalb von 50 Minuten. Zwischen den Beben traten weitere kleinere auf, die allerdings bisher nicht ausgewertet worden sind. Am Ostende der Juan de Fuca Platte befindet sich die Cascadia Subduktionszone. Aufgrund der Entfernung zu den heutigen Epizentren ist es unwahrscheinlich, dass durch die Erdbebenserie dort ein neues Erdbeben ausgelöst wird. Schwere Erdbeben können zwar auf angrenzende Störungszonen zusätzliche Spannung ausüben und dadurch ein baldiges Erdbeben quasi beschleunigen. Dieser Effekt ist aufgrund der Distanz zur Cascadia-Subduktionszone im aktuellen Fall jedoch sehr gering. Jedoch sind weitere teils starke Nachbeben an der Sovanco Fracture Zone wahrscheinlich.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 22. Oktober, 07:39 Uhr

Magnitude: bis 6.8

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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