Starke Erdbebenserie erschüttert Sumba

Indonesien – Vor der Küste der indonesischen Insel Sumba hat sich in den vergangenen Stunden eine starke Erdbebenserie ereignet. Zahlreiche Erdbeben erschütterten die Insel und verängstigten die Bevölkerung. Viele Anwohner flüchteten aus Angst vor einem Tsunami in höhere Gebiete. Auf einer kleinen Insel wurde ein Anstieg des Meeresspiegels beobachtet.
Die Erdbebenserie begann um 01:12 Uhr MESZ mit einem ersten starken Erdbeben der Magnitude 5.2, nach Angaben der Meteorologiebehörde BMKG. Zunächst folgte ein weiteres Beben mit Magnitude 5.3, bevor mit Magnitude 6.0 und 6.3 die bisherigen Hauptbeben eintraten.
Beide Erdbeben waren auf Sumba stark zu spüren. Es gibt Berichte über mehrere beschädigte Gebäude. Unter anderem seien zwei Schulgebäude, ein Hafen, eine Brücke und ein Krankenhaus betroffen. Informationen über beschädigte Privathäuser lagen zunächst nicht vor.
Auf der vorgelagerten Insel Pulau Halura, die direkt am Epizentrum liegt, habe die Erdbebenserie zu zahlreichen Schäden geführt. Mehrere Häuser in der einzigen Siedlung der Insel seien eingestürzt. Die Bewohner flüchteten auf einen höher gelegenen Punkt, da ein leichter Anstieg des Meeresspiegels beobachtet wurde und viele zunächst an einen Tsunami dachten. Zunächst liegen noch keine Informationen über mögliche Opfer vor.
Weitere kräftige Beben folgten in den Stunden danach, die stärksten erreichten Magnitude 5.6 und 5.3.

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Die Epizentren aller Erdbeben wurden in einem Gebiet südlich von Halura lokalisiert. Dabei lag der Erdbebenherd jeweils in geringer Tiefe. Der Mechanismus der Beben variiert von Überschiebung, wie an einer Subduktionszone zu erwarten wäre, bis zu Strike-Slip.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 2. Oktober

Magnitude: bis 6.3

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: unwahrschein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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