Moderates Erdbeben bei Kattowitz

Polen – Nahe der schlesischen Stadt Kattowitz im Süden von Polen hat sich am Donnerstagabend ein moderates Erdbeben ereignet. Nach ersten Lokalisierungen lag das Epizentrum des Erdbebens nahe des Ortes Knurow westlich von Kattowitz in rund 20 Kilometern Distanz zum Stadtzentrum. Das Geoforschungszentrum Potsdam gibt das Erdbeben zunächst mit Magnitude 3.9 an.
Sowohl in Kattowitz als auch in der nahe gelegenen Stadt Rybnik waren die Erschütterungen deutlich zu spüren. Informationen über mögliche Auswirkungen des Bebens liegen zunächst nicht vor.
Ursprung des Erdbebens ist der Bergbau in der Region. Entsprechend lag die Herdtiefe nur bei wenigen hundert Metern, weshalb die Intensität des Bebens relativ hoch war. Kleinere Gebäudeschäden in der Umgebung des Epizentrums sind denkbar.

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Rund um Kattowitz kommt es infolge des Bergbaus immer wieder zu spürbaren Erdbeben. Neben der Region Polkowice in Niederschlesien ist es das Bergbaugebiet mit der höchsten seismischen Aktivität in Polen.

Update 9. November, 07:50 Uhr
In mindestens zwei Städten nahe des Epizentrums hat das Erdbeben zu kleineren Schäden geführt, wie lokale Medien berichten. Betroffen sind demnach die Gemeinden Gierałtowice und Czerwionka-Leszczyny, wo sich Risse in den Wänden mehrerer Häuser bildeten. Zudem stürzte an einem Wohnhaus ein Teil des Schornsteins ein. Verletzt wurde bei den Vorfällen niemand. Die Feuerwehr hat die Folgen des Bebens noch in der Nacht begutachtet, konnte zunächst aber keine gefährlichen Schäden identifizieren.
Insgesamt 11 Berichte über Schäden seien bisher eingegangen. Weitere Überprüfungen stünden noch aus.

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Ursprung des Erdbebens sei das Bergwerk Budryk gewesen. Demnach lag das Hypozentrum des Bebens in 1050 Metern. Unter Tage seien die Erschütterungen kaum zu spüren gewesen. Entsprechend sei es dort nicht zu Schäden gekommen.

Zeugenmeldungen
Palowice
Das ganze Haus hat gewackelt, Sofa und Schränke haben sich leicht verschoben. (Intensität IV)

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 20:23 Uhr

Magnitude: 3.9

Tiefe: 1 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: induziert (Bergbau)

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 25 und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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