Schweres Erdbeben erschüttert Alaska

USA – Nahe der Stadt Anchorage im Süden des US Bundesstaates Alaska hat sich am Freitagabend (MEZ) ein schweres Erdbeben ereignet. Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) trat das Beben um 18:29 Uhr MEZ auf. Demnach erreichte es Magnitude 6.7. Die Herdtiefe lag bei rund 40 Kilometern. Das Geoforschungszentrum Potsdam gibt das Beben zunächst mit Magnitude 7.2 an.
Das USGS lokalisiert das Epizentrum des Erdbebens nahe des Stadtzentrums von Anchorage. Zunächst ist unklar, ob es sich um ein Beben an einer lokalen Störungszone oder in größerer Tiefe handelt.
Zeugen aus Anchorage beschreiben, dass die Erschütterungen sehr stark zu spüren war.
Gebäudeschäden sind wahrscheinlich.

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Für die Südküste von Alaska hat das Pacific Tsunami Warning Center eine Tsunami-Warnung herausgegeben.

Update 18:47 Uhr
Das USGS hat das Hauptbeben zunächst auf Magnitude 6.6 heruntergestuft.
Ein erstes starkes Nachbeben mit Magnitude 5.8 folgte bereits.

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Das Erdbeben ereignete sich nach Auswertungen des USGS an einer etwa Nord-Süd verlaufenden Störungszone direkt unterhalb von Anchorage.

Update 18:52 Uhr
Auch das Geoforschungszentrum Potsdam hat das Beben nun manuell ausgewertet und ermittelte Magnitude 7.0.

Update 18:55 Uhr
Über Soziale Netzwerke werden erste Bilder der Erdbebenschäden in Anchorage verbreitet. Zunächst gibt es keine Meldungen über strukturellen Schäden. In Anchorage sind, wie in weiten Teilen Alaskas, die Verordnungen für erdbebensicheres Bauen sehr streng.

Update 19:00 Uhr
USGS hat das Beben nun ebenfalls mit Magnitude 7.0. Für die Epizentralregion in Achorage wurde Intensität VIII ermittelt, was sich mit den bisher gemeldeten Schäden und Zeugenmeldungen deckt.

Update 19:07 Uhr
In Teilen von Anchorage führte das schwere Erdbeben zu Stromausfällen. Zudem gibt es unbestätigte Meldungen über eine eingestürzte Brücke.

Update 21:20 Uhr

Infolge des Erdbebens gab es verbreitet Schäden. Unter anderem wurde das Gebäude des regionalen Fernsehsenders KTVA beschädigt. Offenbar brachen nach dem Erdbeben auch mehrere Brände aus. Teile einer Hauptstraße sind während des Erdbebens abgesackt. Mindestens 9500 Menschen sind nach dem Erdbeben ohne Strom. An einer Schule wurden zudem zwei Lehrkräfte verletzt.

wird aktualisiert, sobald weitere Infos vorliegen.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 18:29 Uhr

Magnitude: 7.0

Tiefe: 40 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: möglich

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: Alaska

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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