Starkes Erdbeben im Westen Australiens

Australien – Ein ungewöhnlich starkes Erdbeben hat sich am Sonntagnachmittag (MEZ) an der australischen Westküste ereignet. Nach vorläufigen Registrierungen des United States Geological Survey (USGS) erreichte dieses Beben Magnitude 6.1. Das Epizentrum lag demnach am Rand des australischen Kontinents, rund 100 Kilometer von der Küste entfernt.
An der Westküste Australiens ist die Bevölkerungsdichte sehr gering, sodass das Erdbeben nur an wenigen Orten überwiegend schwach verspürt wurde, unter anderem in Carnarvon, rund 200 Kilometer südöstlich des Epizentrums. Auch in den Hochhäusern von Perth, 1000 km südlich des Epizentrums, wurden schwache Bodenbewegungen verspürt. Schäden infolge der Erschütterungen sind somit nicht zu erwarten.
Generell ist dieses Erdbeben zu schwach, um einen Tsunami auszulösen. Aufgrund des Epizentrums direkt am Kontinentalhang sind untermeerische Erdrutsche und daraus resultierende lokale Tsunamis jedoch nicht auszuschließen.

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Vor der Westküste Australiens befinden sich mehrere große Störungszonen, die zwar generell eine niedrige Aktivität aufweisen, aber auch starke Erdbeben hervorbringen können. So ereignete sich das stärkste Beben in der Geschichte Australiens im Jahr 1906 an einer solchen Störung, fast 600 Kilometer vor der Westküste. Dieses Beben erreichte Magnitude 7.4.

Update 15:48 Uhr
Das USGS gibt das Beben nun nach manueller Auswertung mit Mw5.6 an. Der Australische Erdbebendienst ermittelte Mw5.9.

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Lage des Epizentrums


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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 16. Dezember, 15:26 Uhr

Magnitude: 6.1

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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