Erdbebenschwarm auf Santorin

Griechenland – Ein kleiner Erdbebenschwarm hat am Sonntag die griechische Vulkaninselgruppe Santorin im Ägäischen Meer getroffen. Das bislang stärkste Erdbeben ereignete sich am Vormittag.
Wie die Universität Athen registrierte, ereigneten sich seit Mitternacht insgesamt 10 Erdbeben über Magnitude 2.5. Dutzende weitere kleinere wurden bisher nicht ausgewertet. Die Epizentren der Erdbeben lagen an der Südküste der Hauptinsel Thera, rund 10 Kilometer vom gleichnamigen Hauptort entfernt. Das stärkste der bisher registrierten Beben ereignete sich um 09:27 Uhr MEZ und erreichte Magnitude 3.9. Wenige Minuten zuvor, um 09:14 Uhr, wurde ein Beben der Stärke 3.2 aufgezeichnet.

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Wie Zeugen auf der Webseite des EMSC meldeten, war das Hauptbeben um 09:27 Uhr auf Thera deutlich zu spüren. Meldungen zu früheren Erdbeben liegen nicht vor. Schäden infolge der Erdbeben sind bisher nicht zu erwarten. Allerdings könnte sich der Erdbebenschwarm in den kommenden Stunden fortsetzen.

Rund um den Vulkan Santorin befinden sich zahlreiche Störungszonen, an denen es immer wieder zu teils schwarmartig auftretenden Erdbeben kommt. Ein Zusammenhang mit magmatischer oder vulkanischer Aktivität besteht da in den meisten Fällen nicht. Die letzte Eruption des Vulkans ereignete sich im Jahr 1950 auf der zentral in der Caldera gelegenen Insel Nea Kameni.

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Update 10:20 Uhr
Weitere Erdbeben über Magnitude 2.5 haben sich in den vergangenen Minuten ereignet. Generell scheint die Anzahl der Beben in der vergangenen Stunde zugenommen zu haben.
Bei den aktuellen Erdbeben handelt es sich um vulkano-tektonische Erdbeben in geringer Tiefe. Sie entstehen an regionalen Störungszonen im Umfeld eines Vulkans und gehen häufig auf Spannungsänderungen im Gestein infolge magmatischer Aktivität in größerer Tiefe zurück. Ein Anzeichen unmittelbar bevorstehender vulkanischer Aktivität sind sie nicht.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 13. Januar

Magnitude: bis 3.9

Tiefe: ca. 3 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: vulkano-tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Haben Sie ein Erdbeben gespürt? Falls ja, teilen Sie uns dies bitte über das unten stehende Kontaktformular mit. Bitte geben Sie auch Zeitpunkt (Datum, Uhrzeit), sowie wenn möglich Intensität und mögliche Auswirkungen des Erdbebens (Schäden, etc.) an. Um doppelte Veröffentlichungen zu vermeiden, schicken Sie für jedes Erdbeben bitte maximal eine Meldung ab. Vielen Dank.
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Jens ist 25 und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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